Einsatz für Arbeitsplätze – Möller trifft Airbus CEO Faury

Siemtje Möller mit Guillaume Faury

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Sprecherin des Seeheimer Kreises, Siemtje Möller hat in Berlin Airbus-Chef Guillaume Faury zum Gespräch empfangen. Thema war der Umgang von Airbus mit den Auswirkungen der Corona Krise.

„Ich habe im Gespräch mit Guillaume Faury deutlich gemacht, dass es uns bei aller Unterstützung für Airbus und seinen Tochterunternehmen vor allem darum geht, Arbeitsplätze zu sichern und erhalten. Das ist unser oberstes Ziel!“

Airbus hatte angekündigt, dass aufgrund der Corona Pandemie 15.000 Stellen abgebaut werden müssten. Alleine beim Zulieferer Premium Aerotec in Varel stehen 500 der rund 1600 Stellen auf dem Spiel. Dabei solle weder das Produktionsnetzwerk gefährdet werden, noch sollen Kompetenzen verloren gehen, hatte der Konzern mitgeteilt.

Möller zeigte sich gegenüber diesen Aussagen skeptisch: „Ein Stellenabbau ohne den Verlust von Know-How ist nur schwer vorstellbar. Es ist wichtig, dass alle Maßnahmen ausgeschöpft werden, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Wichtig ist es, dass wir auch über Corona hinaus denken: Was passiert, wenn die Krise überstanden ist und dann keine Fachkräfte mehr da sind? Ich habe im Gespräch deutlich gemacht, dass ich von Airbus erwarte, dass alle Mittel, wie beispielsweise die Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate, ausgeschöpft werden, bevor es zu Stellenstreichungen kommt. Betriebsbedingte Kündigungen können nur das allerletzte Mittel bei einer dauerhaften Verschlechterung der Marktsituation sein. Diese ist derzeit nicht absehbar.“

Die Zukunft der Luftfahrt muss sich mit nachhaltigen Themen auseinandersetzen, und zwar zügiger als vor der Corona-Krise absehbar war. Mit Faury sprach die Abgeordnete auch über die Möglichkeit Wasserstoff in Kerosin umzuwandeln. Für solche Projekte bedarf es sowohl Investitionen in Forschung und Entwicklung als auch kompetente und motivierte Arbeitskräfte.

Möller solidarisiert sich beim Gespräch mit den Forderungen der Gewerkschaften, die für den Stellenerhalt bei Airbus und den Konzerntöchtern kämpfen. „Wenn die Aufträge wieder auf Niveau von vor der Pandemie zurückkehren, braucht der Konzern seine Fachkräfte. Es wäre daher falsch, jetzt den Abbau voranzutreiben und dann in drei bis vier Jahren über den Fachkräftemangel zu klagen. Ich erwarte, dass der Konzern im Dialog mit den Gewerkschaften einen Plan entwickelt, der eine Perspektive für Fachkräfte und auch für die Auszubildenden bietet.“

 

Veröffentlicht unter:
Von: Lena Gronewold

Lena Gronewold

Lena Gronewold	 

	Büro Siemtje Möller 

	Mitglied des Deutschen Bundestages

	für den Wahlkreis Friesland - Wilhelmshaven - Wittmund	 

	Wahlkreisbüro

	St.-Annen-Str. 2

	26441 Jever

	Telefon: +49 4461 748 5220

	Fax: +49 4461 748 5229

	Siemtje.moeller.ma02@bundestag.de <mailto:Siemtje.moeller.ma02@bundestag.de> 

	www.siemtje-moeller.de <http://www.siemtje-moeller.de> 

Hinterlassen Sie einen Kommentar





  • Newsletter abonnieren

    Immer die aktuellsten Nachrichten automatisch in Ihrem E-Mail-Postfach!

    Mit Absenden der Anmeldung akzeptiere ich die Datenschutzvereinbarung.
  • Kommende Veranstaltungen

    1. Maritime Convention

      3. November
    2. Smart & Digital Bundeswehr

      8. Dezember bis 9. Dezember
    3. Perspektiven Wehrtechnik 2021

      19. Januar 2021 bis 20. Januar 2021