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Zukunft Meer

 
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Beschreibung
Brüssel ‑ Mit dem Malteser Joe Borg wird ab dem 1. November erstmals ein Kommissar für „Fischerei und Maritime Angelegenheiten“ für die Koordinierung der europäischen Meerespolitik verantwortlich sein; der neue Meereskommissar übernimmt den Vorsitz einer ressortübergreifenden Task Force, die ein „Grünbuch“ gesamteuropäischer Strategien für den Schiffbau und die Nutzung der Küsten und Meere erarbeiten soll. Nicht zuletzt auf Initiative der Bundesregierung hin soll die maritime Industrie der Europäischen Union zu einem Schlüsselfaktor für Innovationen und wirtschaftliche Dynamik entwickelt werden.

Die über 9.000 Unternehmen der europäischen Schiffbauindustrie beschäftigen ca. 350.000 Menschen und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 34 Milliarden Euro. In europäischen Häfen werden jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Tonnen an Waren umgeschlagen und die Erweiterung der EU und die Entwicklung Russlands werden diesen Warenstrom weiter anschwellen lassen. Vor diesem Hintergrund wird unter dem Motto „From road to sea“ bis 2010 neben der Entwicklung neuer Hochgeschwindigkeitsfrachter (Surface Effect Ships) eine bessere Nutzung der Seewege zwischen Europa und Russland auf so genannten „motorways of the sea“ angestrebt.

Die Maßnahmen der neuen EU-Kommission folgen weitgehend einem Strategiepapier der schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin Heide Simonis und unterstützen die nationalen Förderprogramme der Bundesregierung, die sich für 2004 auf ca. 400 Mio. Euro belaufen. Mit der Einrichtung des Hamburger Centers of Maritime Technologies und der im Januar in Bremen stattfindenden vierten Maritimen Konferenz setzt die rot-grüne Koalition neben der Tonnagesteuer auf die bessere Vernetzung von Staat, Wirtschaft und Wissenschaft, um dem boomenden maritimen Sektor weiteres Wachstum zu ermöglichen.
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