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    Shipping-Industrie braucht integrierte Softwarelösungen

    Germanischer Lloyd
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    Hamburg, 15. April 2010 - Der Markt für Ship-Management Software hat großes Potenzial: Derzeit konkurrieren 35 Lösungsanbieter und 100 Spezial-Provider um ein jährliches Marktvolumen von 300 Millionen Euro. Reedereien haben die Auswahl, aber auch die Qual, die richtige Software Lösung auszuwählen. Alternativen in Form integrierter Rundum-Lösungen zeichnen sich allmählich ab.

    Reedereien wenden gegenwärtig im Durchschnitt weniger als ein Prozent für IT-Lösungen zur elektronischen Flottenverwaltung auf, so Dr. Torsten Büssow, Vice President GL Maritime Software. In der Öl und Gas- Industrie sind es im Vergleich 3,5 Prozent der Gesamtinvestitionen (CAPEX). "Software wird in der maritimen Industrie oft noch stiefmütterlich behandelt", sagte Büssow gestern auf der Hamburger Fachkonferenz Digital Ship 2010 und erläuterte in seinem Vortrag die wirtschaftlichen und technischen Hintergründe.

    Reeder stecken demnach in einem Dilemma: Existierende Software erfüllt oft nicht die Erwartungen hinsichtlich der prognostizierten Effizienzgewinne in den Geschäftsprozessen. Sie kann mangels offener Schnittstellen nur sehr schwer durch andere Software abgelöst werden.

    "Ein Kritikpunkt der IT-Verantwortlichen in den Reedereien ist die mangelnde Branchenkompetenz der Anbieter," sagte Büssow. "Diese kennen sich in der IT-Industrie gut aus; Fachkenntnisse über die Abläufe in der Schifffahrtsindustrie liegen weniger vor." Zudem seien die IT-Anbieter wegen der starken Marktsegmentierung im Durchschnitt von wenigen Kunden abhängig. Sie besäßen nicht die erforderliche Größe, um laufend in Neuentwicklungen investieren zu können, so Büssow. Ein leistungsfähiger De-facto-Standard, eine Enterprise-Resource-Planning-Lösung für die Flotten- und Schiffsverwaltung, an dem sich Reeder orientieren können, existiere demzufolge nicht.

    Dr. Büssow stellte in seinem Vortrag mögliche Strategien vor, wie Reeder aus dem Dilemma herauskommen können. Unter anderem beleuchtete er die Kriterien für eine stichhaltige Beurteilung, was existierende Lösungen wert sind und was neue kosten dürfen. Er erörterte "Best-Practice" aus der Industrie und klärte die Frage, ob Eigenentwicklung ("Make") oder Software-Kauf ("Buy") die bessere Alternative sind. In seinem Ausblick, verwies Dr. Büssow auf die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung bei den Anbietern für Schiffs- und Flottenmanagement-Software und für Schiffs-Betriebs-Software.

    Über GL Maritime Software
    GL Maritime Software bietet Standardsoftware und Beratungsleistungen für die maritime Industrie: im Bereich Business Process and Decision Support die Produkte ShipManager, HullManager, CrewManager und FleetAnalyzer, im Bereich Navigational Decision Support die Software SeaScout und EcoAssistant. GL Maritime Software bietet das umfangreichste Produktportfolio vom Reedereibüro bis zur Schiffsbrücke und ist unabhängig von beteiligten Reederei-Unternehmen oder einzelnen Großkunden. GL Maritime Software ist ein Teil der Germanischer Lloyd Gruppe.
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