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    SDN: „Ein guter Tag für die Nordsee“ Deutsche Anbieter erhalten Zuschlag für Notschlepper

     
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    (Husum/Cuxhaven/Varel i.O.) Mit großer Zufriedenheit hat die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste SDN die Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr zur Vergabe der Notschleppkapazität in der Nordsee zur Kenntnis genommen. „Damit werden die Forderungen der Küstenlandkreise und Kommunen für mehr Sicherheit im Falle von Schiffshavarien vollständig umgesetzt, dafür sind wir dem Bundesverkehrsminister dankbar“, sagte der Vorstandssprecher der SDN, Hans von Wecheln in Husum.

    Der neue Notschlepper, der in Wolgast auf der Peenewerft gebaut werden wird, soll eine Geschwindigkeit von 19,5 Knoten bei einem Tiefgang von sechs Metern erreichen. Er verfügt über einen Pfahlzug von 200 Tonnen. Material und Besatzung sind durch einen Gas- und Explosionsschutz bei einem Einsatz in einer gefährlichen Atmosphäre geschützt. Der neue Schlepper wird dann denn bewährten Hochseeschlepper "Oceanic" zum 1.1.2011 ersetzen.

    Mit den beiden bereits in der Nordsee stationierten bundeseigenen Mehrzweckschiffen "Mellum" und "Neuwerk" wird der neue Notschlepper sicherstellen, dass auch größte Schiffe im Havariefall schnell gesichert werden können.

    Auch der Vorsitzer der SDN, Rudolf-Eugen Kelche stellt fest, dass heute „ein guter Tag für die Nordsee“ ist und damit die „unendliche Geschichte“ über die Frage der Notschleppkapazität nach acht Jahren beendet ist. Nach der Havarie der Pallas hatte zwei Jahre später die sogenannte „Grobecker-Studie“ Empfehlungen für mehr Sicherheit auf See vorgeschlagen. Danach war ein heftiger Streit zwischen den Mitgliedern der SDN und den verantwortlichen Beamten im Verkehrsministerium über die Leistungskriterien eines Notschleppers entstanden, die auf die zukünftigen Entwicklungen in der internationalen Seefahrt ausgerichtet sein sollen. Währen die Küste auch aufgrund der Havarien der "Erika" und "Prestige" ausreichende Leistungskriterien forderte, schlug die Verwaltung eine „Version light“ vor, erinnert Kelch. 2006 haben dann die Bundestagsabgeordneten der Küstenländer und dann auch der Bundtag mit einem Beschluss dafür gesorgt, dass der Schlepper so ausgeschrieben wurde, wie er nunmehr gebaut werden soll.

    Den Auftrag hat die deutsche ARGE "Küstenschutz" erhalten. Für die Charterung und die ständig einsatzbereite Besatzung stellt der Bund für 10 Jahre insgesamt bis zu 114 Millionen Euro zur Verfügung.


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