Die Internationale Konferenz- und Ausstellungsveranstaltung InWaterTec 2007 fand zum vierten Mal seit 2001 vom 9. bis 11. Oktober 2007 in Kiel statt und folgte erstmalig dem Leitthema "Ressource Meer - Präsentations- und Kommunikationsforum für systemische Lösungen, Produkte und Dienstleistungen". Veranstalter waren die Gesellschaft für Maritime Technik (GMT), die Deutsche Hydrographische Gesellschaft (DHyG), das Maritime Cluster Schleswig-Holstein sowie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Als Medienpartner präsentierten sich erneut die führende deutsche Branchenzeitschrift Schiff & Hafen und das Deutsche Maritime Kompetenz Netz (DMKN).
Basierend auf nationalen und internationalen Forschungsaktivitäten und aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gewinnen neben Öl und Gas weitere mineralische Rohstoffe am Meeresgrund zunehmend an Bedeutung. Im Mittelpunkt der Session Gas Hydrates & Mineral Resources wurden deshalb aktuelle FuE-Projekte, darunter insbesondere das unter der Projektführerschaft vom IFM-GEOMAR in Vorbereitung befindliche deutsche Verbundprojekt SUGAR ("Submarine Gashydrat-Ressourcen"), als auch neue technologische Lösungen für die Erkundung und den Abbau von Rohstoffen sowie Perspektiven einer zukünftigen CO2-Sequestrierung im Meeresboden präsentiert. Aus Südkorea konnten Vertreter der Gas Hydrate R&D Organization und dem koreanischen Institut KIGAM (Korea Institute of Geoscience & Mineral Resources) begrüßt werden, die sehr ausführlich über den aktuellen Stand der dortigen Gashydrataktivitäten berichteten. Sie waren der Einladung der German Gashydrate Organisation (GGO) gefolgt, die sich erstmalig auf der InWaterTec präsentiert hat.
Ebenfalls auf sehr großes Interesses bei den Besuchern stieß die Session Offshore & Arctic Technology, bei der innovative Lösungen aus der Offshore- und Polartechnik im Mittelpunkt standen. Es wurden dabei Unterwasserfahrzeuge und -Robotik, Anwendungen aus der Unterwasserkommunikation, Anforderungen an die Tiefwasserproduktionstechnik sowie die Offshoreproduktionstechnik in eisbedeckten Gebieten vorgestellt.
Die Deutschen Hydrographische Gesellschaft (DHyG) gab in der hochkarätig besetzten Session Hydrographic Services & Technologies einen Überblick und Ausblick der Möglichkeiten der modernen Hydrographie und ihrer wesentlichen Anwendungen. Die Vorträge lieferten eine Vielzahl von neuen Erkenntnissen und boten Stoff für eine lebendige Diskussion.
Die Vorträge zum Thema Marine Living Resources standen unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften in Kiel. Der aktuelle Stand sowie die zukünftige Entwicklung aus der blauen Biotechnologie standen im Mittelpunkt, wobei die natürlichen Produkte des Meeres, die konkreten Anwendungsmöglichkeiten der maritimen Biotechnologie sowie das klinische Potenzial der Kegelschnecken behandelt wurden.
Für den Bereich Maritime Security wurden speziell die Anforderungen, die sich aus dem ISPS-Code für Feederschiffe ergeben, diskutiert. Für den Bereich Maritime Safety konzentrierte sich diese Session Maritime Safety & Security speziell auf LED-basierte Navigationslichter sowie AIS-Schiffsidentifikationssysteme für die Sportschifffahrt.
Die Vortragsreihe Marine Research Technologies hat in Zusammenarbeit mit der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH aus Berlin künftige Anforderungen und Bedarfe der Meeresforschungstechnologie ermittelt und Hinweise auf mögliche Konvergenzen aus anderen Technologiebereichen gegeben. Nach einer Übersicht über vorhandene Technologien in der Meeresforschung behandelten die Vorträge unter anderem die Fragen, ob vorhandene Technologie zum 3-Dimensionale Sehen ins Medium Wasser übertragen werden kann, oder wie die Unterwasserkommunikation die Übertragung von Daten sicher stellen kann.
Auf einer Fläche von 350 m² präsentierten sich über 70 Firmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen aus der Meeresforschung und der maritimen Wirtschaft. Präsentiert wurden u.a. Tauchroboter und Unterwassertechnik, Sensorik und Meeresmesstechnik, hydrografische Vermessungstechnik, Radarsysteme und moderne Kommunikationsanlagen. Neben der Ausstellung in der Halle 400 selber demonstrierten Taucher in einem Tauchcontainer Unterwasserarbeiten, wurde Technik im Einsatz am Forschungsschiff "Polarfuchs" gezeigt und ein Forschungskatamaran der Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik war am Hörnufer zu sehen.
Am 11. Oktober wurde ein Tag der offenen Messe (TOM) veranstaltet. Die Initiative MeerJobs, koordiniert durch die Fachhochschule Flensburg, hatte Lehrer und Schüler der Abiturjahrgänge 2008 eingeladen, um sich einen intensiven Überblick über die Ausbildungsberufe, Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten in der maritimen Wirtschaft zu verschaffen. Es gelang nahezu 200 interessierte Schülerinnen und Schüler aus Flensburg, Schleswig, Neumünster, Lübeck, Brunsbüttel und natürlich Kiel anzuziehen, um ihnen einen Eindruck über die zukunftweisende maritime Branche zu vermitteln.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.


