Es ist nicht weit von der deutschen Grenze zum Ort Hengelo in den Niederlanden. Dort, wo 1922 die Firma Hazemeyers Signalapparaten – im Zusammenhang mit den Restriktionen des Versailler Vertrages – gegründet wurde, befindet sich heute das Werksgelände der Firma Thales Nederland. Bei einem Rundgang durch die Hallen fallen die ausgestellten alten Koppeltische und Feuerleitrechner schon allein wegen ihrer Größe und ihrer erkennbaren Mechanik auf. Bekannt geworden sind sie vielen Angehörigen der Deutschen Marine auf fast allen Schiffen und Booten durch ihr Firmenlogo »Signaal«. Heute wird in Hengelo das neueste Konzept der Firma Thales realisiert, der Integrierte Mast. Dieser wurde im April während der Koblenzer Tage auf dem Gelände der WTD 51 als Modell präsentiert (siehe MF 6 -2011 S. 7). Im Folgenden wird dieser Mast näher vorgestellt, wobei weniger die technischen Einzelheiten und Leistungsdaten des integrierten Mastes im Vordergrund der Betrachtung stehen, sondern mehr das Konzept und die damit verbundenen Möglichkeiten, den operativen Bedarf von Marinen zu decken.
Vier Hauptgründe sind zu nennen, warum überhaupt ein neues Mastkonzept entwickelt wurde und worin die wichtigsten Vorteile liegen:
- Verbesserte Leistungsfähigkeit,
- Flexibleres Schiffsdesign,
- Kostenvorteile,
- Einfache Wartung und Instandsetzung im Inneren des Mastes.
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