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I-Mast Konzept wird realisiert

Jürgen E. Kratzmann
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Beschreibung

Es ist nicht weit von der deutschen Grenze zum Ort Hengelo in den Niederlanden. Dort, wo 1922 die Firma Hazemeyers Signalapparaten – im Zusammenhang mit den Restriktionen des Versailler Vertrages – gegründet wurde, befindet sich heute das Werksgelände der Firma Thales Nederland. Bei einem Rundgang durch die Hallen fallen die ausgestellten alten Koppeltische und Feuerleitrechner schon allein wegen ihrer Größe und ihrer erkennbaren Mechanik auf. Bekannt geworden sind sie vielen Angehörigen der Deutschen Marine auf fast allen Schiffen und Booten durch ihr Firmenlogo »Signaal«. Heute wird in Hengelo das neueste Konzept der Firma Thales realisiert, der Integrierte Mast. Dieser wurde im April während der Koblenzer Tage auf dem Gelände der WTD 51 als Modell präsentiert (siehe MF 6 -2011 S. 7). Im Folgenden wird dieser Mast näher vorgestellt, wobei weniger die technischen Einzelheiten und Leistungsdaten des integrierten Mastes im Vordergrund der Betrachtung stehen, sondern mehr das Konzept und die damit verbundenen Möglichkeiten, den operativen Bedarf von Marinen zu decken.
Vier Hauptgründe sind zu nennen, warum überhaupt ein neues Mastkonzept entwickelt wurde und worin die wichtigsten Vorteile liegen:

  • Verbesserte Leistungsfähigkeit,
  • Flexibleres Schiffsdesign,
  • Kostenvorteile,
  • Einfache Wartung und Instandsetzung im Inneren des Mastes.
Die verbesserte Leistungsfähigkeit wird vor allem durch die ungehinderte Rundumsicht, reduzierte Interferenzen mit anderen strahlenden Geräten und insbesondere die Möglichkeit zur Entdeckung neuer Bedrohungen erreicht. Die vergleichsweise geringe Fläche zum Aufbau des Mastes an Oberdeck, verbunden mit Nachrüstpotenzial, ergibt flexiblere Möglichkeiten im Schiffsdesign. Die angestrebten Kostenvorteile sollen vor allem durch geringere Kosten für den Bau des Schiffskörpers, verringerte Risiken bei der Integration des Mastes und verminderte Personalkosten in der Nutzung erzielt werden. Die aus operativer Sicht besonders interessanten Möglichkeiten der Entdeckung neuer Bedrohungen, wie z.B. Treibminen, Kampfschwimmer, Mini-Speed-Boote und unbemannte Drohnen werden durch die Kombination nicht drehender Radare mit elektro-optischen Geräten erreicht. Da im I- Mast die gesamte Energieerzeugung für alle Einzelanlagen und Geräte bis hinunter zur erforderlichen Navigationsbeleuchtung bereits enthalten ist, bedarf es im Wesentlichen nur einer Strom- und Kühlmittelversorgung aus dem Schiff, um den I- Mast an Bord funktionsfähig machen zu können.

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Autor
  • Jürgen E. Kratzmann
    Flottillenadmiral a.D. Jürgen E. Kratzmann

    - 10/2001 bis 05/2008 UAL Rü VII (Ausrüstung und Technologie See) der HA Rü im BMVg, Bonn - 08/2000 bis 03/2001 Leiter AG Logistik (Streitkräftebasis), Bonn. - 2000 Admiral Marinelogistik im Marineunterstützungskommando, Wilhelmshaven. - 1996 RefLtr Fü M III 4 (Planung) im BMVg, , Bonn. - 1995 AbtLtr Material im...

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