Am Bereich Seefahrt der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar weilten am Donnerstag und Freitag vergangener Woche Vertreter der Projektleitung und der Konsortiums-führung des internationalen Forschungsprojektes MarNIS. MarNIS steht für Maritime Navigations- und Informationsdienste.
Das innerhalb des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU
geförderte Vorhaben zielt auf die Entwicklung verbesserter
Sicherheitstechnik und Sicherheitsstrukturen im Bereich des maritimen
Seeverkehrs. Es vereint über 30 Partner aus fast allen
europäischen Küstenanliegerstaaten und ist
über eine Laufzeit von vier Jahren angelegt. Das
Forschungskonsortium hat dabei nicht nur die Sicherheit an Bord der in
den europäischen Gewässern fahrenden Hochseeschiffe
selbst im Blick. Es betrachtet vor allem auch die
länderübergreifende effektivere Kombination aller von
verschiedenen Landstellen aus angebotenen sicherheitsrelevanten
Dienstleistungen für die Seeschifffahrt sowie das
Zusammenspiel zwischen Schiff und Landstellen. Das betrifft zum
Beispiel die Hafenansteuerung oder Katastrophensituationen.
Die Warnemünder Forschungsgruppe unter Leitung von Prof.
Dr.-Ing. habil. Knud Benedict entwickelte und untersuchte in der ersten
Projektphase unter anderem Konzepte zur zuverlässigeren
Erkennung von Gefahrensituation und zur verbesserten Alarmierung im
Bordbetrieb. Dies geschah in Zusammenarbeit mit norwegischen,
italienischen und schwedischen Partnern. Das Treffen im Maritimen
Simulationszentrum in Warnemünde diente der Vorstellung und
Diskussion bisher erreichter Zwischenergebnisse.
Neben einem Besuch der Warnemünder Verkehrszentrale und der
Vorstellung des in Rostock entwickelten und gebauten
Bodeneffektfahrzeuges wurden insbesondere die Möglichkeiten
zur technischen Umsetzung neuer Lösungsansätze im
Warenmünder Simulationszentrum diskutiert, die bei einer
abschließenden internationalen Demonstration der
Forschungsresultate im Herbst 2008 vorgeführt werden sollen.
Die weltweit einmalige Kombination aus vernetzter
Schiffsführungs-, Schiffsmaschinen- und
Verkehrsleitzentralen-Simulation bietet dafür ideale
Voraussetzungen. Die niederländische Projektführung
aus Rotterdam, wo sich der größte Seehafen der Welt
befindet, fand im vergleichsweise kleinen Rostocker
Überseehafen vielfältige Anknüpfungspunkte
für weitere Zusammenarbeiten.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Knud
Benedict, Tel.: (0381) 498 58-91 bzw. E-Mail: k.benedict@sf.hs-wismar.de
oder Dr. Michael Baldauf, Tel.: 0381 498 58-44 bzw. E-Mail: m.baldauf@sf.hs-wismar.de.
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