Deutschland und die Offshore-Industrie: Experteninterview mit Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer ForWind
Die weltweite Vernetzung, der steigende Energiebedarf, der Wandel des Klimas, die knapper werdenden Bestände fossiler Ressourcen und nicht zuletzt die hohe wirtschaftliche Attraktivität führen zum Boom der Offshore-Windindustrie. Auf hoher See weht der Wind stetiger und stärker als an Land. Ist dieses Segment ökonomisch ein solch sicherer Volltreffer wie sich daraus folgern lässt?
Dr. Stephan Barth: Die Offshore-Windenergie birgt ein enormes Energiepotenzial. Die Ausbauziele der europäischen Regierungen belegen das eindrucksvoll. Es ist sehr sicher, dass Offshore-Windenergie zukünftig einen großen Anteil an Europas Stromversorgung haben wird. Gleichwohl sind die technischen und ökonomischen Herausforderungen offshore deutlich größer als onshore – dies gilt insbesondere für Deutschland, wo Offshore- Windparks küstenfern in großen Wassertiefen errichtet werden müssen. Dennoch, die Lernkurven sind steil und die norddeutschen Länder und der Bund bereiten mit ihrer gezielten Forschungsförderung die Grundlage, dass Offshore- Windenergie letztendlich eine sichere, zuverlässige und planbare Energiequelle wird und sich somit auch der ökonomische Erfolg mit hohen Beschäftigungszahlen einstellen wird.
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