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    Auf gutem Kurs: Niedersachsens Seehäfen legen Halbjahresbilanz vor

    Seaports of Niedersachsen GmbH
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    32,678 Millionen Tonnen Güterumschlag im Seeverkehr - 17. Niedersächsischer Hafentag in Papenburg

    "Eine sehr positive Tendenz" weisen die aktuellen Halbjahreszahlen der niedersächsischen Seehafengruppe auf, so der Kommentar von Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH. Insgesamt wurden von Januar bis Juni 32,678 Millionen Tonnen im Seeverkehr umgeschlagen, man befinde sich damit auf gleichem hohen Niveau wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (32,677 Millionen Tonnen).


    Passend zur geplanten Ansiedlung einer Bio-Raffinerie festigt Brake seine Position als bedeutender Logistikknoten für Getreide, 110.719 Tonnen (+ 31 %) wurden hier in den ersten sechs Monaten umgeschlagen. Die nachwachsenden Rohstoffe für den Betrieb der Bio-Raffinerie sollen nach deren Inbetriebnahme unter anderem per Schiff im Braker Hafen ankommen. Dem Seehafen Brake bieten sich damit erhebliche Wachstumspotentiale neben seinen weiteren Geschäftsfeldern im Bereich Futtermittel, Forstprodukte, Eisen & Stahl und Projektverladungen. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 2,343 Millionen Tonnen über Brake im- und exportiert.

    In Cuxhaven wurde im Seeverkehr mit 938.069 Tonnen insgesamt ein Plus von 4 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2006 erwirtschaftet. Hier ist das gute Ergebnis auf die Verschiffung von Kraftfahrzeugen zurückzuführen, speziell von Rechtslenkermodellen für den britischen Markt. Insgesamt 119.682 und damit 19 % mehr Fahrzeuge als im Vorjahr gingen in Cuxhaven über die Rampen. Fuß fassen möchte der Hafen an der Elbmündung auch im Bereich der Short-Sea-Containerverkehre. Das Unternehmen CuxPort investierte daher in eine Containerbrücke, um für die weiteren Entwicklungen in diesem Segment vorbereitet zu sein. In Betrieb gehen soll die Brücke im Herbst dieses Jahres.

    Der Umschlag im Emder Hafen legte im ersten Halbjahr um 7 % zu, mehr als 2,035 Millionen Tonnen wurden hier verladen. Besonders der Umschlag von Forstprodukten (+ 8 % / von 352.501 Tonnen von Januar bis Juni 2006 auf 380.795 Tonnen von Januar bis Juni 2007) und Kraftfahrzeugen (+ 6 % / von 504.424 Stück von Januar bis Juni 2006 auf 536.247 Stück von Januar bis Juni 2007) konnte hier gesteigert werden. Man erwartet für dieses Jahr die Millionenmarke beim Umschlag von Neufahrzeugen des VW-Konzerns zu knacken.

    Erfreulich ist auch die Entwicklung im Privathafen Nordenham: Mit den seit Jahresbeginn umgeschlagenen 1,804 Millionen Tonnen wurde hier ein Wachstum von 4 % verzeichnet. Fast verdoppelt hat man hier den Umschlag von Eisen und Stahl, 288.981 Tonnen wurden in den ersten sechs Monaten über Nordenham importiert (+ 90 % / 152.083 Tonnen von Januar bis Juni 2006).

    In Wilhelmshaven registrierte man ein leichtes Plus beim Rohölumschlag (+ 1 % / von 15,705 Millionen Tonnen von Januar bis Juni 2006 auf 15,836 Millionen Tonnen von Januar bis Juni 2007). Auch der Import von Steinkohle konnte forciert werden (+ 13 % / von 589.448 Tonnen von Januar bis Juni 2006 auf 666.612 Tonnen von Januar bis Juni 2007). Ein Rückgang von 10 % (5,063 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2007 / 5,595 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2006) bei den Mineralölprodukten sowie ein Minus von 29 % bei Kies, Sand und Splitt (201.186 Tonnen im 1. Halbjahr 2007 / 283.142 Tonnen im 1. Halbjahr 2006) führten in Deutschlands drittgrößtem Hafen zu einem leichten Rückgang um -1 % im Gesamtumschlagergebnis der ersten sechs Monate. "Hier besteht aber kein Grund zur Sorge, weil unter Betrachtung der Gesamtumschlagszahlen uns lediglich zwei bis drei Schiffe im ersten Halbjahr fehlen, um das sehr gute Ergebnis des Vorjahres zu erreichen", erklärte Bullwinkel. Der niedersächsische Seehafen Stade-Bützfleth hat mit insgesamt seewärtig umgeschlagenen 2,895 Millionen Tonnen ein Plus von 23 % erreicht.

    Die drei kommunalen Seehäfen haben zur Aufholjagd angesetzt, "natürlich wird man hier mengenmäßig im Seeverkehr nicht soviel umschlagen können wie in den großen nieder-sächsischen Häfen, doch das Wachstum des ersten Halbjahres spricht für sich", so Bullwinkel weiter. Papenburg schaffte ein Umschlagsplus von 12 % (von 257.164 Tonnen von Januar bis Juni 2006 auf 287.317 Tonnen von Januar bis Juni 2007). Im Hafen Leer schlug man dank der verbesserten Erreichbarkeit für Seeschiffe nach der Schlickreinigung des Hafenbeckens 69.508 Tonnen um, 11 % mehr Ladung als noch in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. In Oldenburg wuchs der Umschlag leicht um 1 % (55.942 Tonnen im 1. Halbjahr 2007 / 55.439 Tonnen im 1. Halbjahr 2006).

    Als Gastgeber des 17. Niedersächsischen Hafentages am 31. August freut man sich in Papenburg besonders über die guten Umschlagergebnisse. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien treffen sich traditionsgemäß einmal im Jahr, um sich über die Entwicklungen und Potentiale der niedersächsischen Seehafenverkehrswirtschaft in feierlichem Rahmen auszutauschen. Nach der Begrüßung durch Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft und Seaports-Geschäftsführer Andreas Bullwinkel wird der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Walter Hirche über die Hafenpolitik des Landes referieren. Der anschließende Festvortrag durch Dipl.-Ing. Bringfried Belter, Leiter des Projekts "Masterplan Seehafenhinterlandanbindung" bei der DB AG in Frankfurt, wird die Herausforderungen für Häfen und Bahn durch den wachsenden Güterverkehr beleuchten. "Das Thema Bahnanbindung ist für die niedersächsischen Häfen von tragender Bedeutung", so Andreas Bullwinkel im Vorfeld der Planungen für den Hafentag. "Wir freuen uns, mit Herrn Belter einen absoluten Spezialisten auf diesem Gebiet für unseren Festvortrag gewonnen zu haben."

    Der Seehafen Papenburg hat sich mit der Meyer Werft nicht nur als Wiege der großen Kreuzfahrtschiffe entwickelt, sondern vor allem als regionaler Umschlagshub für Massen- und Massenstückgüter wie Stammholz, Bioprodukte, Torf und Baustoffe am Markt positioniert. Doch nicht nur mit der Verladung wird hier Geld verdient, durch die unmittelbare Veredlung der angelieferten Güter werden weitere Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Papenburg generiert. So wird beispielsweise der aus Russland und dem Baltikum importierte Torf durch Spezialfirmen am Standort zu Gartensubstrat verarbeitet und europaweit vertrieben.

    Und auch der Tourismus profitiert vom Hafen und der maritimen Wirtschaft in Papenburg: Jährlich werden rund 1 Million Tagesbesucher und über 300.000 Übernachtungen registriert, die den südlichsten Seehafen Niedersachsens für Werftbesichtigungen, Schiffsüberführungen oder Hafenrundfahrten ansteuern.


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    • Seaports of Niedersachsen GmbH
      Seaports of Niedersachsen GmbH

      Die Wandlung von reinen Güterumschlagsplätzen zu wichtigen Partnern bei der Organisation der gesamten Logistikkette haben die Häfen seit langem vollzogen. Neben kundenorientierter und maßgeschneiderter Logistikkonzepte ist die Konzentration der jeweiligen Hafen-Aktivitäten auf Seegüterteilmärkte