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Beschreibung
Wirtschaftsminister Bode betont Bedeutung von Ausbaumaßnahmen - VW Logistics-Geschäftsführer Thomas Zernechel beschreibt Kundensicht
Emden, 3. September 2010 Knapp 500 Gäste zählte die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen zum 20. Niedersächsischen Hafentag in Emden. In seiner Festrede setzte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode starke Akzente auf den Ausbau der Häfen als Grundlage von Wachstum und Beschäftigung. Thomas Zernechel, Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Logistics, erklärte den Hafenstandort Emden zu einem wichtigen Glied in der Logistikkette des Automobilkonzerns.
Vor etwa 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Medien eröffnete Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der veranstaltenden Seaports of Niedersachsen GmbH, den heutigen 20. Niedersächsischen Hafentag in der Nordseehalle in Emden. Er betonte, dass die Betriebe in fast allen niedersächsischen Seehafenstandorten nach dem schwierigen Jahr 2009 im laufenden Jahr 2010 die Umschlagsergebnisse wieder deutlich verbessert hätten. Beispielhaft nannte Bullwinkel dabei den Automobil-, den Forstprodukten- sowie den Windenergieumschlag. Letzterer spielt in den Häfen eine immer größere Rolle. "Die Umschlagbetriebe in den niedersächsischen Seehäfen sind die Logistikspezialisten für die On- und Offshore-Windenergieindustrie", so Bullwinkel. Erfreuliche Zahlen konnte Bullwinkel hinsichtlich der Investitionen in die Suprastruktur der niedersächsischen Seehäfen vermelden: Für die Jahre 2009, 2010 und 2011 werden die Logistik- und Betreibergesellschaften insgesamt über 382 Millionen Euro für Umschlagsequipment und Lagereinrichtungen aufwenden.
Oberbürgermeister Alwin Brinkmann zeigte sich erfreut, der Gastgeber des 20. Niedersächsischen Hafentag in der Seehafenstadt Emden zu sein. "Dies ist ein wichtiges Signal für Emden und die Region. Im Emder Hafen waren die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise zu spüren. Ein breites Angebotsportfolio hat jedoch dazu geführt, die Einbußen deutlich zu vermindern. Es wird deutlich: Die Seehafenstadt Emden ist ein Job-Motor in der Region. Bei über 27.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen kommen fast 60 Prozent der Beschäftigten, das sind über 16.000 Menschen, aus der Region. Davon arbeiten ca. 5000 Menschen im Hafen. Das Herz Emdens bleibt der Hafen." Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit müsse unter anderem die Emspier weiter ausgebaut werden. In den geplanten Ausbaumaßnahmen der Ems lägen große Chancen, so Brinkmann weiter. Die Emsvertiefung sei in diesem Kontext notwendig. "Die globalen langfristigen Prognosen gehen von einem weiteren Wachstum aus. Für die Hafenstandorte heißt dies grundsätzlich, geplante Ausbauvorhaben weiter voranzutreiben. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Weiterentwicklung des Rysumer Nackens für Emden und die gesamte Region eine notwendige und zukunftsweisende Angelegenheit, die Arbeitsplätze schafft und sichert", erklärte Brinkmann.
Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, sprach sich klar dafür aus, die Wirtschaft in Niedersachsen mit gezielten Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur sowie die Hinterlandanbindungen zu unterstützen. Darüber hinaus will er die Internationalität der mittelständischen Unternehmen stärken und sie aktiv bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützen. Bode lobte die positive Entwicklung in den niedersächsischen Seehäfen. "Die multifunktionale Ausrichtung der niedersächsischen Seehäfen sichert die Unabhängigkeit bei konjunkturellen Problemen einzelner Branchen", erklärte der Minister. Die maritime Wirtschaft sei eine wichtige Zukunftsbranche für Niedersachsen und Ziel der Landesregierung eine Stärkung seiner Häfen. Mit besonderem Augenmerk auf den gastgebenden Standort Emden nannte Bode landesseitige Projekte wie den Ausbau der Nesserlander Schleuse oder auch den Bau des neuen Dalbenliegeplatzes, die für den Automobilumschlag in Emden von entscheidender Bedeutung sind. Darüber hinaus sprach er sich für den weiteren Ausbau der Infrastrukturen für die Offshore-Branche in Cuxhaven und Emden aus. Beim Thema Wasserstraßenanpassung forderte Bode mit Hinblick auf die Ausbauaktivitäten des Hafens Eemshaven ein neutrales Verkehrsmanagementsystem auf der Ems. Hintergrund sind die Befürchtungen der Emder Hafenwirtschaft, dass im Zuge des nach dem Ausbau zunehmenden Schiffsverkehrs auf der Ems nach Eemshaven möglicherweise deutlich weniger Tidefenster für die nach Emden einlaufenden Schiffe zur Verfügung stehen. Auch die Notwendigkeit zur Vertiefung der Unterweser sprach der Minister an.
Als Vertreter eines der wichtigsten Kunden des Seehafen Emden referierte Thomas Zernechel in seiner Funktion als Leiter der Volkswagen-Konzernlogistik und als Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Logistics GmbH & Co. OHG über Emden als automobile Drehscheibe für Volkswagen. Für den Konzern ist der Emder Hafen inzwischen der zentrale Logistikhub beim Im- und Export von Neufahrzeugen. Diese Drehscheibenfunktion vereint Überseeverkehr und Europaverkehre (z.B. nach Großbritannien) im Rahmen von Feederkonzepten und Transshipments. Die Volkswagen Logistics und Autoport sind zusammen mit den Emder Firmen Anker Schifffahrt und Emder Verkehrs und Automotive Gesellschaft die Partner im Automobilumschlag in Emden. In Emden werden Fahrzeuge aller Konzernmarken aus den europäischen und Überseestandorten umgeschlagen. Rund 750 Schiffe, 50.000 Waggons und 25.000 Lkw kommen pro Jahr an die Emsmündung um Autos anzuliefern oder abzuholen. An jedem Arbeitstag durchlaufen rund 5.000 Fahrzeuge den Hafen. In Summe sind das mehr als 1 Million Fahrzeuge pro Jahr - Tendenz steigend. Für den Wolfsburger Automobilkonzern sieht Zernechel die Chance zur Entwicklung weiterer Verkehre über den Standort Emden in den nächsten Jahren.
Emden, 3. September 2010 Knapp 500 Gäste zählte die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen zum 20. Niedersächsischen Hafentag in Emden. In seiner Festrede setzte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode starke Akzente auf den Ausbau der Häfen als Grundlage von Wachstum und Beschäftigung. Thomas Zernechel, Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Logistics, erklärte den Hafenstandort Emden zu einem wichtigen Glied in der Logistikkette des Automobilkonzerns.
Vor etwa 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Medien eröffnete Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der veranstaltenden Seaports of Niedersachsen GmbH, den heutigen 20. Niedersächsischen Hafentag in der Nordseehalle in Emden. Er betonte, dass die Betriebe in fast allen niedersächsischen Seehafenstandorten nach dem schwierigen Jahr 2009 im laufenden Jahr 2010 die Umschlagsergebnisse wieder deutlich verbessert hätten. Beispielhaft nannte Bullwinkel dabei den Automobil-, den Forstprodukten- sowie den Windenergieumschlag. Letzterer spielt in den Häfen eine immer größere Rolle. "Die Umschlagbetriebe in den niedersächsischen Seehäfen sind die Logistikspezialisten für die On- und Offshore-Windenergieindustrie", so Bullwinkel. Erfreuliche Zahlen konnte Bullwinkel hinsichtlich der Investitionen in die Suprastruktur der niedersächsischen Seehäfen vermelden: Für die Jahre 2009, 2010 und 2011 werden die Logistik- und Betreibergesellschaften insgesamt über 382 Millionen Euro für Umschlagsequipment und Lagereinrichtungen aufwenden.
Oberbürgermeister Alwin Brinkmann zeigte sich erfreut, der Gastgeber des 20. Niedersächsischen Hafentag in der Seehafenstadt Emden zu sein. "Dies ist ein wichtiges Signal für Emden und die Region. Im Emder Hafen waren die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise zu spüren. Ein breites Angebotsportfolio hat jedoch dazu geführt, die Einbußen deutlich zu vermindern. Es wird deutlich: Die Seehafenstadt Emden ist ein Job-Motor in der Region. Bei über 27.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen kommen fast 60 Prozent der Beschäftigten, das sind über 16.000 Menschen, aus der Region. Davon arbeiten ca. 5000 Menschen im Hafen. Das Herz Emdens bleibt der Hafen." Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit müsse unter anderem die Emspier weiter ausgebaut werden. In den geplanten Ausbaumaßnahmen der Ems lägen große Chancen, so Brinkmann weiter. Die Emsvertiefung sei in diesem Kontext notwendig. "Die globalen langfristigen Prognosen gehen von einem weiteren Wachstum aus. Für die Hafenstandorte heißt dies grundsätzlich, geplante Ausbauvorhaben weiter voranzutreiben. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Weiterentwicklung des Rysumer Nackens für Emden und die gesamte Region eine notwendige und zukunftsweisende Angelegenheit, die Arbeitsplätze schafft und sichert", erklärte Brinkmann.
Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, sprach sich klar dafür aus, die Wirtschaft in Niedersachsen mit gezielten Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur sowie die Hinterlandanbindungen zu unterstützen. Darüber hinaus will er die Internationalität der mittelständischen Unternehmen stärken und sie aktiv bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützen. Bode lobte die positive Entwicklung in den niedersächsischen Seehäfen. "Die multifunktionale Ausrichtung der niedersächsischen Seehäfen sichert die Unabhängigkeit bei konjunkturellen Problemen einzelner Branchen", erklärte der Minister. Die maritime Wirtschaft sei eine wichtige Zukunftsbranche für Niedersachsen und Ziel der Landesregierung eine Stärkung seiner Häfen. Mit besonderem Augenmerk auf den gastgebenden Standort Emden nannte Bode landesseitige Projekte wie den Ausbau der Nesserlander Schleuse oder auch den Bau des neuen Dalbenliegeplatzes, die für den Automobilumschlag in Emden von entscheidender Bedeutung sind. Darüber hinaus sprach er sich für den weiteren Ausbau der Infrastrukturen für die Offshore-Branche in Cuxhaven und Emden aus. Beim Thema Wasserstraßenanpassung forderte Bode mit Hinblick auf die Ausbauaktivitäten des Hafens Eemshaven ein neutrales Verkehrsmanagementsystem auf der Ems. Hintergrund sind die Befürchtungen der Emder Hafenwirtschaft, dass im Zuge des nach dem Ausbau zunehmenden Schiffsverkehrs auf der Ems nach Eemshaven möglicherweise deutlich weniger Tidefenster für die nach Emden einlaufenden Schiffe zur Verfügung stehen. Auch die Notwendigkeit zur Vertiefung der Unterweser sprach der Minister an.
Als Vertreter eines der wichtigsten Kunden des Seehafen Emden referierte Thomas Zernechel in seiner Funktion als Leiter der Volkswagen-Konzernlogistik und als Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Logistics GmbH & Co. OHG über Emden als automobile Drehscheibe für Volkswagen. Für den Konzern ist der Emder Hafen inzwischen der zentrale Logistikhub beim Im- und Export von Neufahrzeugen. Diese Drehscheibenfunktion vereint Überseeverkehr und Europaverkehre (z.B. nach Großbritannien) im Rahmen von Feederkonzepten und Transshipments. Die Volkswagen Logistics und Autoport sind zusammen mit den Emder Firmen Anker Schifffahrt und Emder Verkehrs und Automotive Gesellschaft die Partner im Automobilumschlag in Emden. In Emden werden Fahrzeuge aller Konzernmarken aus den europäischen und Überseestandorten umgeschlagen. Rund 750 Schiffe, 50.000 Waggons und 25.000 Lkw kommen pro Jahr an die Emsmündung um Autos anzuliefern oder abzuholen. An jedem Arbeitstag durchlaufen rund 5.000 Fahrzeuge den Hafen. In Summe sind das mehr als 1 Million Fahrzeuge pro Jahr - Tendenz steigend. Für den Wolfsburger Automobilkonzern sieht Zernechel die Chance zur Entwicklung weiterer Verkehre über den Standort Emden in den nächsten Jahren.
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