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Virtuelle Realität: Beitrag zur Krisenbewältigung im Schiffbau

Virtuelle Realität: Beitrag zur Krisenbewältigung im Schiffbau
Kompetenz - Index
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30.11.2009
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Virtuelle Realität: Beitrag zur Krisenbewältigung im Schiffbau
Abstract / Inhalt:

Die Schiffsbranche befindet sich weltweit auf Talfahrt. Der Einsatz von Virtueller und Erweiterter Realität ist ein Schritt auf dem Weg aus dieser Krise. Die Forscher des Fraunhofer IGD und weitere Partner erarbeiten hierfür in einem Großprojekt neue Technologielösungen für deutsche Werften und Zulieferer. Das Projektvolumen beträgt 5,4 Millionen Euro.

Die Auftragsbücher der meisten Werften sind leer, die Umsätze eingebrochen, die Arbeitsplätze in Gefahr. Da der Markt für den Containerschiffbau weggefallen ist, richtet sich der Fokus auf Spezialschiffe mit hohen technischen Ansprüchen. "Schnell aus der Krise kommt die Branche langfristig vor allem durch neue Technologien", erklärt Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, heute. "Investitionen in neue Lösungen und die schnellere Anwendung von Forschungsergebnissen beim Bau von Schiffen bieten einen enormen Innovationssprung."

Die Forscher des Fraunhofer IGD arbeiten mit namenhaften Werften, Zulieferern und Softwarefirmen im Verbundprojekt "POWER-VR" daran, die Schiffbaukosten zu reduzieren und jedes Spezialschiff optimal an seine Anforderungen anzupassen. Die Arbeit mit virtuellen Schiffsmodellen reicht dabei von der Angebotsphase, über die Planung und Instandhaltung bis hin zur Koordinierung der Baustrategie eines Schiffes. "Das Fraunhofer IGD entwickelt für Werften und Zulieferer verschiedene VR-Werkzeuge, die in die täglichen Arbeitsprozesse integriert werden können", erklärt Dr. Uwe von Lukas, Leiter "Maritime Graphics" des Fraunhofer IGD. Dabei geht es unter anderem um einen hohen Automatisierungsgrad bei der Aufbereitung der Konstruktionsdaten für VR. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einsatz der Erweiterten Realität im Bereich der Schiffsausrüstung, beispielsweise die Entwicklung virtueller Methoden für die Positionierung von Rettungsmitteln.

Die erarbeiteten Lösungen werden in den Werften und Zulieferfirmen erprobt, damit die Erkenntnisse anschließend in der deutschen Schiffsbranche genutzt werden können. Das Projekt POWER-VR wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.


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