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    Übersicht zu Kennzahlen der maritimen Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland

     
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    Beschreibung
    Die Bedeutung des Schifffahrtsstandortes Deutschland wächst, die Zahl der von deutschen Reedereien kontrollierten Handelsschiffe nimmt weiter zu auf etwa 3.100. Weltweit nimmt Deutschland den 6. Platz ein, bei der Containerschiffsflotte sogar den 1. Rang. Das Wachstum konzentrierte sich allerdings auf die Flottenteile, die von Deutschland aus unter ausländischen Flaggen eingesetzt wurden - 1.306 unter Bareboat-Charter und 1.283 weitere unter ausländischer Flagge. Dagegen nimmt die Bedeutung der Handelsflotte unter deutscher Flagge auf nur noch 494 Schiffe ab, 261 davon eingetragen im deutschen Zweitregister.

    Schiffbau und Meerestechnik

    Die Bedeutung des Schiffbaustandortes Deutschland nimmt kontinuierlich ab. Fast 70% der weltweiten Schiffbauproduktion entfällt auf die asiatischen Schiffbauländer Korea, Japan und China, insbesondere bei Standardschiffen, für Europa und Deutschland bleibt im Wesentlichen der Spezialschiffbau. Die deutsche Werftindustrie konnte zwar ihre technologische Spitzenstellung halten: in Europa die Nr. 1 und weltweit die Nr. 4. Mit 68 Neubauten beläuft sich der Anteil an der weltweiten Neubauproduktion auf 4,4%. Betrachtet man jedoch die Neubauorders für die kommenden Jahre, so ist ein Rückgang um 50% festzustellen, was keine kontinuierliche Auslastung der Werften im Handelsschiffsbau mehr gewährleistet; und dieser Trend hält an. Der Werftumsatz erreichte 2,2 Mrd. Euro, 60% entfielen auf den Handelsschiffbau, etwa 20% auf den Marineschiffbau und 12-15% auf Reparaturen und Umbauten.

    Die Auftragseingänge sicherten dem Weltschiffbau im Jahr 2002 eine stabile Produktion. 1.539 Schiffe mit 33,4 BRZ bzw. 21,4 Mio. cgt wurden abgeliefert. Koreas und Japans Werften hatten daran mit jeweils etwa 31% gleichen Anteil. Seit 2000 haben damit die koreanischen Werften stets mit den japanischen Werften gleichgezogen. China bleibt mit seiner stetig expandierenden Schiffbauindustrie auf dem dritten Platz. Damit entfielen fast 70% der weltweiten Schiffbauproduktion auf die asiatischen Schiffbauländer.

    Wegen der weiter ausbleibenden Anschlussaufträge wurden die Belegschaften in den letzten Jahren um durchschnittlich 10% reduziert auf jetzt noch insgesamt 24.329 Beschäftigte.

    Die deutsche Schiffbauzulieferindustrie ist nach Japan die zweitgrößte der Welt und zählt einschließlich des Offshore-Bereichs und Dienstleistungen bundesweit schätzungsweise 400 Betriebe mit knapp 70.000 Beschäftigten. Die Betriebe erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 8 Mrd. Euro, wovon 76% auf den Handelsschiffbau, 23% auf den Marineschiffbau und 1% auf die Meerestechnik entfallen. Der deutsche Binnenschiffbau entwickelte sich in 2002 insgesamt positiv. Die Binnenschiffswerften lieferten 45 Schiffe imWert von 72 Mio. Euro ab, eine Ertragssteigerung zum Vorjahr um 35%. Der Schwerpunkt lag bei hochwertigen Fahrgastschiffen (14 Einheiten), Behörden-und Sonderschiffen (26 Einheiten) sowie Tank- und Frachtschiffen (5 Einheiten). Der Exportanteil betrug ähnlich wie in den Vorjahren etwa 12%.

    Die 43 mittelständischen Binnenschiffbaubetriebe in Deutschland (mit etwa 1.000 Beschäftigten) arbeiten nicht nur im Neubaugeschäft, sondern ergänzen
    ihre Angebotspalette durch Schiffsumbauten, Reparaturen und Wartungen.

    Maritime Forschung

    Mit Grundlagenarbeit und maritimer Forschung in Deutschland befassen sich im Wesentlichen 7 Forschungseinrichtungen und Institute an der Küste mit 24 Forschungsfahrzeugen; 3 Reedereien bereedern zusätzlich und schwerpunktmäßig Forschungsschiffe. Rund 2.200 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich, für die wissenschaftliche Arbeit steht ein Gesamtetat von annähernd 150-200 Mio. Euro zur Verfügung. Hierzu gehören u.a. das Institut für Meereskunde an der Universität Kiel mit 4 Forschungsfahrzeugen sowie das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie mit 6 Forschungs- und Vermessungsfahrzeugen. Zur maritimen Forschung zählen auch die 4 Forschungsinstitute der Bundesanstalt für Fischerei, die für diese Aufgaben 3 Fischereiforschungsschiffe und -kutter einsetzen.

    Quelle: Jahresbericht Flottenkommando 2003 über "Fakten und Zahlen zur maritimen Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland"

    Die vollständige Mitteilung und Abbildungen erhalten Sie unter: http://www.ma-tec-netz.de/index.php?sprache=1&menu=16&beitrag=1253
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