Hamburg, 25. Juli 2008
Die neuen Bahnmotoren der Baureihe 4000 R43 der
MTU Friedrichshafen GmbH erfüllen die künftigen EU Abgasgrenzwerte.
Erstmalig hat der Germanische Lloyd das notwendige Typgenehmigungsverfahren
durchgeführt. Mit der Zertifizierung der Motoren wurde nachgewiesen, dass
diese die neuesten europäischen Abgasgrenzwerte für Eisenbahnmotoren
einhalten.
Die neue Vorschrift der EU ("Änderungsrichtlinie 2004/26/EG") wurde
verabschiedet, um den Ausstoß von Emissionen weiter zu reduzieren. Diese
Regelung verschärft die Abgaswerte u.a. für Bahnmotoren. Damit wird die
bereits bestehende Richtlinie ("Europäische Richtlinie 97/68/EG für mobile
Maschinen und Geräte") auf Lokomotiven und Binnenschiffe ausgeweitet.
Konkret sollen die Stickoxid (NOx)-Werte für Motoren mit einer Nennleistung
von 1.000 bis 3.000 kW von derzeit höchstens 9,5 Gramm NOx pro
Kilowattstunde auf künftig maximal 6,0 Gramm NOx pro Kilowattstunde
vermindert werden. Das bedeutet eine Reduzierung der Stickoxid-Werte um
knapp 40 Prozent. Ab dem 1. Januar 2009 gelten diese Grenzwerte europaweit.
Der Germanische Lloyd erweitert sein Servicespektrum in der Zertifizierung
von Motoren nun auch auf Bahnmotoren. Der Germanische Lloyd hat bei MTU
Friedrichshafen die Kalibrierung der Prüfstände kontrolliert. Bei dieser
Kalibrierung wurden die mit einem Messgerät, dem Prüfstand, ermittelten
Werte mit denen eines Referenzwertes verglichen. Der Prüfstand vergleicht
Parameter wie beispielsweise Umdrehungen, Leistung etc. des Motors mit
festgelegten Referenzwerten. Damit wird festgestellt, wie groß die
Abweichungen zwischen den Parametern sind. Nach der anschließenden
Abgasmessung, die von MTU durchgeführt wurde, hat der Germanische Lloyd das
Zeugnis ausgestellt.
Die MTU Motoren der Baureihe 4000 R43 mit den Zylinderzahlen 8V, 12V, 16V
und 20V decken ein Leistungsspektrum von 1.000 bis 3.000 kW ab und werden in
Diesellokomotiven eingebaut.
Über MTU Friedrichshafen
MTU Friedrichshafen, ein Unternehmen der börsennotierten Tognum AG, fertigt
am Standort Friedrichshafen mit über 5.600 Mitarbeitern schnell laufende
Dieselmotoren. Dabei sind Motoren für den Einsatz in Lokomotiven und
Triebwagen seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil des
Produktportfolios.
Über den Germanischen Lloyd
Der Germanische Lloyd führt Sicherheitsüberprüfungen an Bord von über 6.600
Schiffen mit mehr als 75 Mio. Bruttoraumzahl (BRZ) durch. Die
Klassifikationsgesellschaft hat ihre Zentrale in Hamburg und ein weltweites
Netzwerk von über 4.400 Ingenieuren.
Erläuterung:
BRZ = Bruttoraumzahl, engl. gross tonnage (GT)
Die BRZ ist ein Raummaß und beschreibt die Größe eines Schiffs; sie ist eine
dimensionslose Zahl, basiert aber auf dem Gesamtvolumen (V") eines in m³
vermessenen Schiffs, multipliziert mit einem von der Schiffsgröße abhängigen
Faktor (k). Die BRZ-Vermessung ist seit 1994 international verbindlich.
Pressekontakt:
Germanischer Lloyd Unternehmenskommunikation
Telefon 040-36149-4509
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pr@gl-group.com
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