Die hohen Anforderungen der Bundesmarine bezüglich Leistungsfähigkeit
und Umweltschutz werden durch die NFV-Technologie
erfüllt.
Weltweite Einsatzbereitschaft, Vorbildfunktion, ressourcenschonendes
Handeln, spezifische Zielvorgaben (wie z.B. die
angestrebte Einleitungsgenehmigung der Bundesmarine in Häfen)
sowie steigende Anforderungen an den weltweiten maritimen
Umweltschutz und entsprechende Sonderschutz-Gebiete führen
zu besonders hohen und strikt nachverfolgten Anforderungen der
Bundesmarine an die Entöler-Technologie.
Bereits seit mehreren Jahrzehnten vertraut die Bundesmarine auf
die NFV-Technologie für Bilgewasserentöler und Kraftstoffpflegeanlagen.
Beginnend mit dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ setzt
die Bundesmarine seit 2001 auf die besonders wirkungsvollen und
effizienten NFV-Membran-Filtrationsentöler MFEB (Abb.1). Neben
der bereits durchgeführten Umrüstung zweier Fregatten des Typs
F123 plant die Bundesmarine zudem die Umrüstung der F124
sowie der EGV auf die NFV-Technologie.
Das IMO-Zulassungsverfahren für den Test von Membran-
Bilgewasserentölern ging der Bundesmarine nicht weit genug. Zur
Sicherstellung der vollen Funktionsfähigkeit des Systems unter
Einbeziehung extremster Rahmenbedingungen entwickelte sie ein
umfassend verschärftes Zulassungsverfahren.
Der NFV-Membran-Filtrationsentöler MFEB wurde zunächst einem
500-stündigen Testlauf unterzogen, teilweise unter Schräglagebedingung. Zum Vergleich: der IMO-Test schreibt lediglich einen 8-
stündigen Test vor.
Während des Testlaufs mussten sechs verschiedene Modellwässer
abgearbeitet werden, deren Zusammensetzung aus Zusätzen
verschiedenster Ölsorten bestand, die auf Schiffen der Bundesmarine
zum Einsatz kommen. Schmier-, Hydraulik- und Getriebeöle
wurden in verschiedenen Mischungen mit Glykolen, Kaltreinigern,
Korrosionsschutzölen und Feuerlöschmitteln versetzt und dem
NFV-Membranentöler zugeführt.
Als anspruchsvollste Aufgabe musste ein Test-Bilgewasser
abgearbeitet werden, dessen Tensidgehalt (dieses erzeugt
Emulsionen) um das 17-fache über den für die IMO-Zulassung
notwendigen Werten lag. Die Leistungsfähigkeit des MFEB von
MAHLE Industriefiltration wurde mit eindrucksvollen Restölgehalten
von durchgehend < 3 mg/l unter Beweis gestellt.
Schock- und Vibrationstests zur Sicherstellung der baulichen
Stabilität unter Extrembedingungen erweiterten das Zulassungsverfahren.
Abschließende Funktionstests werden zur Prüfung der
elektromagnetischen Verträglichkeit genutzt. Hierbei darf die
Strahlung der Anlage spezifische Richtwerte nicht überschreiten.
MAHLE Industriefiltration bietet mit seinem zweistufigen NFVMembran-
Fitrationsentöler MFEB einen Bilgewasserentöler, der
den hohen Testanforderungen ohne Beanstandungen entspricht.
Der MFEB arbeitet in der ersten Stufe mit sogenannten Mehrphasen-
Trennprofilen, die durch gezielte Verwirbelung des Mediums,
Adhäsionskräfte und Gravitation bereits sehr gute Abscheideleistungen
erzielen. Verbliebene Öl-Wasser-Emulsionen werden in
der zweiten Stufe durch die Membranfilter druckgesteuert
abgetrennt. Um ein Verstopfen der Membranen zu vermeiden,
wird periodisch Permeat zurückgespült (Abb. 2).
Das System zeichnet sich aus durch
- hohe Betriebssicherheit,
- chemiefreien, vollautomatischen und wachfreien Betrieb,
- mögliche Ölgehalte von bis zu 100% im Anlageneintritt,
- geringe Wartungsintervalle,
- hohe Standzeiten der Membranen sowie
- eine sehr kompakte und modulare Bauform
MAHLE Industriefiltration produziert seit vielen Jahrzehnten hochwertige Industriefilter für die Fluidfiltration, Entstaubung und Prozesstechnik. Als innovativer, zuverlässiger Entwicklungspartner und Lieferant in aller Welt ist MAHLE Industriefiltration der kompetente Partner in allen Bereichen der Filtration und Separation. Als eigenständiger Leistungsbereich ist MAHLE Industriefiltration mit eigener Entwicklung, Produktion und Vertrieb in den MAHLE Konzern integriert und hat damit die gesamte Kraft eines Weltmarktführers im Rücken. Der MAHLE Konzern zählt zu den 30 größten Automobilzulieferern und ist der weltweit führende Hersteller von Komponenten und Systemen für den Verbrennungsmotor und dessen Peripherie. MAHLE beschäftigt rund 45.000 Mitarbeiter an über 100 Produktionsstandorten und in acht Forschungs- und Entwicklungszentren. 2008 erzielte MAHLE einen Umsatz von über 5 Mrd. EUR (7,3 Mrd. USD).
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