Hamburg/Piräus, 11. September 2007 - Mehr als 6.300 Schiffe mit einer
Bruttoraumzahl (BRZ) von insgesamt 70 Millionen stehen unter der regulären
technischen Aufsicht des Germanischen Lloyd. Das Schiff, mit dem die Marke
von 70 Mio. BRZ jetzt überschritten wurde, ist der Massengutfrachter "John
F" des griechischen Eigners Fairsky Shipping and Trading. In nur einem Jahr
ist die Fahrende Flotte des Germanischen Lloyd um 10 Mio. BRZ gewachsen.
"Dies ist ein Meilenstein in der Geschichte der
Klassifikationsgesellschaft", erklärte Dr. Hermann J. Klein, Mitglied des
Vorstandes beim Germanischen Lloyd, anlässlich des Hellas Committee Meeting,
das die Klassifikationsgesellschaft heute in Piräus veranstaltet.
"Angesichts der neu eingegangenen Aufträge erwarten wir auch weiterhin ein
kontinuierliches Wachstum." In den aktuellen Auftragsbüchern sind mehr als
1.400 Schiffe mit 24 Mio. BRZ verzeichnet, die sich derzeit weltweit im Bau
befinden.
Der Germanische Lloyd hat dementsprechend reagiert und insbesondere in
Ostasien neue Mitarbeiter eingestellt. Allein im Jahr 2006 wurden weltweit
insgesamt 312 zusätzliche Mitarbeiter engagiert. Seit Beginn dieses Jahres
wurden erneut mehr als 300 internationale Positionen besetzt. Heute umfasst
die Belegschaft weltweit mehr als 4.100 Mitarbeiter.
Der 24.606 BRZ Massengutfrachter "John F" wurde von Hyundai Heavy Industries
gebaut und im Jahr 1991 ausgeliefert. Er fährt unter zypriotischer Flagge,
trägt das Klassenzeichen "100 A5 E1 ESP Bulk Carrier" und verfügt über
Eisklasse. Fairsky Shipping and Trading S.A. mit Sitz in Athen ist ein
global agierendes Unternehmen mit 13 Massengutfrachtern, die im Durchschnitt
nur 13,9 Jahre alt sind. Die Geschäfte werden von C. Fostiropoulos und
seiner Familie geführt.
Der Germanische Lloyd hat mehrmals seit seiner Gründung im Jahre 1867 starke
Wachstumsphasen erlebt. Als im Oktober 1868 das erste
Schiffs-Klassifikationsregister erschien, zählte es 272 hölzerne und einen
eisernen Segler. Fünf Jahre später beinhaltete das Register bereits 1.870
Schiffe unter 19 verschiedenen Flaggen. 1914 waren 2.922 Schiffe mit
5.503.923 Bruttoregistertonnen (BRT) in Klasse. Weltwirtschaftskrise, erster
und zweiter Weltkrieg forderten ihren Tribut. Erst Anfang der sechziger
Jahre zählte das Register wieder mehr Schiffe als 1914. Die Expansion der
Handelsflotte und der Einzug der Computertechnik im Schiffbau führten zu
einem kontinuierlichen Anstieg der betreuten Flotte. Zum 125-jährigen
Jubiläum der Klassifikationsgesellschaft im Jahre 1992 waren 4.200
Seeschiffe mit 18 Mio. BRZ in Klasse. Dynamische Zuwächse bedingt durch den
Siegeszug des Containerschiffs und die Auswirkung der internationalen
Arbeitsteilung führten zu einem Anstieg der klassifizierten Schiffstonnage
auf den neuen Höchststand.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

