Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Global nach Themen / Center:
Global nach Kategorien:
Alle Kategorien
Global nach Regionen:
    Weiterleiten
    Anzeige
     

    Immer mehr Piraterie auf Weltmeeren

     
    Kompetenzindex:
    100%
    Keine eindeutige Person vorhanden
    Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
    Keine Person vorhanden
    Empfehlung versenden
    Positiv bewerten
    Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
    [#hidden_actions_html#]
    Herausgebende Organisation
    Beschreibung

    Berlin, 10. Januar 2007 ­‑ Überfälle durch Piraten haben im vergangenen Jahr auf den Weltmeeren deutlich zugenommen. Dies teilt das International Maritime Bureau (IMB), eine Organisationseinheit der Internationalen Handelskammer (ICC) mit. Insgesamt ist die Anzahl der Übergriffe im Jahr 2007 um zehn Prozent gestiegen. Auch das Vorgehen der Piraten wird immer brutaler. Hochrisikogebiete waren laut dem aktuellen Pirateriebericht für das Jahr 2007 die Gewässer vor den Küsten Somalias und Nigerias.

    Das IMB zählte im vergangenen Jahr 263 Überfälle, 24 mehr als 2006. Zudem sind die Piraten inzwischen besser bewaffnet. Die Angriffe werden dadurch immer gewalttätiger: 2007 wurden von den Freibeutern 35 Prozent mehr Schusswaffen als im Vorjahreszeitraum eingesetzt. 64 Seemänner wurden verletzt oder tätlich angegriffen, 2006 waren es 17.

    Vor den Küsten Somalias wurde mit insgesamt 31 Piratenüberfällen der größte Anstieg gemeldet. Im Jahr 2006 waren es 10 Vorfälle. In den Gewässern vor Somalia gab es weltweit auch die meisten Kidnappings: Ingesamt wurden bei 11 Entführungen 154 Seemänner als Geiseln genommen. Die jüngsten Interventionen der internationalen Gemeinschaft und die Bereitstellung gemeinsamer Streitkräfte scheint nach Ansicht des IMB der einzige Weg zu sein, den Piraten Einhalt zu gebieten. Auch in Nigeria nahmen die Überfälle zu: 42 Überfälle wurden in 2007 dem IMB gemeldet, in 2006 waren es 25.

    Während es in diesen beiden afrikanischen Ländern einen Anstieg zu verzeichnen gab, nahm dank der Kooperation der nationalen Behörden die Piraterie in einigen Staaten Südost-Asiens ab: In Indonesien, wo die Behörden äußerst umsichtig agierten, wurden 43 Übergriffe gemeldet. Im Jahr 2003 waren es noch 121. In ähnlicher Weise gingen auch die Übergriffe in der Straße von Malakka, einem ehemaligen Hochrisikogebiet, seit 2004 kontinuierlich zurück, ebenso in Malaysia und in der Singapur Meerenge.

    Die vielleicht größten Erfolge lokaler Behörden können aus Bangladesh berichtet werden. Hier wurden 15 Fälle im Jahr 2007 erfasst, 2006 waren es 47.

    Das IMB Piracy Reporting Centre (PRC) unterstrich, wie wichtig es sei, dass alle Vorfälle dem PRC und den jeweiligen Behörden gemeldet würden. Das IMB Piracy Reporting Center ist die einzige Einrichtung seiner Art weltweit. Es ermöglicht Schiffseignern, Vorfälle jederzeit und von jedem Ort aus zu melden. Das Center stellt Pirateriereporte zusammen, erteilt Warnungen, steht Schiffen bei Überfällen mit Rat zur Seite und koordiniert medizinische Hilfe und Unterstützung der zuständigen lokalen Behörden.

    Der komplette IMB Report kann angefordert werden unter http://www.icc-ccs.org/prc/piracy_rep_app.php


    Dialog
     
    Ihr Beitrag zu Immer mehr Piraterie auf Weltmeeren
    Publizieren

    Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

    Herausgebende Organisation