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Hafen- und Logistikbetriebe der deutschen Seehäfen starten Qualifizierungsoffensive für Langzeitarbeitslose

Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.
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Die Hafen- und Logistikbetriebe der deutschen Seehäfen wollen bis zum Jahr 2012 rund 2.800 Menschen ohne Job eine neue Beschäftigungsperspektive bieten. Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium und der Bundesagentur für Arbeit eine Qualifizierungsoffensive für Langzeitarbeitslose gestartet. Die Initiative wurde in Folge der Nationalen Maritimen Konferenz 2006 entwickelt.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte in Hamburg: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Projekt vor allem jungen Menschen und Langzeitarbeitslosen eine Berufs-Perspektive in den Seehäfen bieten können. Der Bedarf ist vorhanden. Der Seegüterumschlag wird sich in den deutschen Häfen bis zum Jahr 2025 verdoppeln, der Container Verkehr sogar vervierfachen. Dadurch werden zahlreiche neue direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen. Die deutsche Hafenwirtschaft fungiert dabei als „Job-Maschine.“

Heinz Brandt, ZDS, sagte: „Die Qualifizierungsoffensive ist ein in Deutschland herausragendes Projekt und bietet große Chancen für die Seehafenwirtschaft und den Arbeitsmarkt. Die Offensive richtet sich größtenteils an Langzeitarbeitslose im Alter von bis zu 27 Jahren. Aber auch ältere Arbeitssuchende zwischen 40 und 50 Jahren haben die Möglichkeit, in eine Qualifizierung zu starten. Qualifizieren und integrieren ‑ dass das erfolgreich ist, haben wir bereits bewiesen. Dabei handelt es sich nicht nur um eine soziale Frage. Der Arbeitsmarkt zieht an und die Hafenwirtschaft steht vor der Frage, wie der enorme Beschäftigungsaufbau in den kommenden Jahren gestaltet werden kann. Die Qualifizierungsoffensive ist die Antwort darauf.“

Die Bundesregierung stellt für das Projekt insgesamt 80 Millionen Euro zur Verfügung. Zur Umsetzung der Maßnahmen wird in Hamburg ein „Maritimes Competenz-Centrum Hafenlogistik“ (ma-co) unter Einbindung der bereits bestehenden Aus- und Fortbildungszentren gegründet. Dadurch werden einheitliche Qualifizierungsstandards in der gesamten Küstenregion gewährleistet.

Minister Tiefensee weiter: „Ich begrüße den Schulterschluss der Logistikbranche an Nord- und Ostsee, dieses Projekt heute gemeinsam zu starten. Wir wollen damit neue Möglichkeiten für Langzeitarbeitslose erschließen. Gleichzeitig möchte ich an die Wirtschaft appellieren. Schaffen Sie neue Ausbildungsplätze. Wer jetzt ausbildet, hat künftig gut qualifizierte Fachkräfte und erhöht seine Wettbewerbsfähigkeit!“

Das Maritime Competenz-Centrum ma-co, ein Zusammenschluss des FZH ‑ Fortbilungszentrums Hafen Hamburg, der Bremer Hafenfachschule und der HHLA-Kaifachschule, nimmt am 1. Januar 2008 die Arbeit auf. Ein modularisiertes Bildungsangebot bietet verschiedene Qualifizierungswege, zum Beispiel zur Fachkraft im Umschlag oder den Kompetenzpass Hafen. Außerdem stehen verschiedene Facharbeiterausbildungen auf dem Plan. Neben der Theorie ist die Praxis in den jeweiligen Seehafenbetrieben ein zentraler Bestandteil.

Die Qualifizierungsoffensive richtet sich zu 75% an Langzeitarbeitslose, davon sind 75% bis 27 Jahre alt. Die Mindestvoraussetzung für eine Teilnahme an dem Programm ist ein Hauptschulabschluß. Am Ende einer erfolgreichem Qualifizierung steht eine garantierte Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis.


Personalqualifizierungsbedarf in allen deutschen Seehäfen pro Jahr

Jahr Personal-Qualifizierungsbedarf
2008 800
2009 700
2010 500
2011 400
2012 400


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