Hamburg, 15. August 2003
Am Montag, d. 18. August 2003 wird die Korvette SAS AMATOLA für die südafrikanische Marine gegen 12.00 Uhr Ortszeit den Werfthafen der Blohm + Voss GmbH zu einer abschließenden Abgabefahrt verlassen. Es handelt sich hier um die sog. Plattformabgabefahrt. Nach erfolgter Kompensierung, d.h. nach Einstellung und Justierung der Kompassanlage, nimmt die SAS AMATOLA Kurs auf Cuxhaven. Von dort geht es direkt weiter in internationale Gewässer, vor Dänemark, wo dann vor Skagen ausführliche Abgaben der Performance sowie der nautischen und elektronischen Systeme durchgeführt werden. Sie wird zum Wochenende am 24. August 2003 bei Blohm + Voss zurück erwartet, um dann nach Beendigung der letzten Abschlussarbeiten am 25. September 2003 an die südafrikanische Marine übergeben zu werden. Die Überführung der Korvette nach Simons Town (bei Cape Town), Südafrika übernimmt eine Mannschaft der südafrikanischen Marine. In Simons Town wird die SAS AMATOLA dann mit Waffen und den dazugehörigen Elektroniksystemen ausgerüstet. Bereits 2004 soll das Schiff in Dienst gestellt werden.
Bei der SAS AMATOLA handelt es sich um den von Blohm + Voss entwickelten Schiffstyp MEKO A-200. Das wegen seiner extrem reduzierten Radarsignatur auch als Stealth-Korvette bezeichnete Marineschiff wurde zur jetzigen Abgabefahrt extra zur Sicherheit mit zusätzlichen Radarreflektoren ausgerüstet, da sie auf der ersten Probefahrt mehrfach vom Kontrollradar verschwand. Sie zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß sie als weltweit erstes Marineschiff ihrer Klasse zusätzlich zu ihren zwei Antriebspropellern auch mit einen Wasserstrahlantrieb ausgerüstet ist, um den speziellen Anforderungen der Marinen gerecht zu werden. Beim Anblick der Korvette fällt auf, daß dieser Schiffstyp keinen Schornstein mehr besitzt. Die kompletten Abgase der Antriebsdiesel und der Gasturbine werden nach einer speziellen Kühlung dicht über oder unter der Wasserlinie des Schiffes nach außenbords geführt. Dieses macht die Korvette auch im Infrarotbereich nur schwer erkennbar.
Gebaut wurden die Korvetten nach dem von Blohm + Voss entwickelten MEKO®-Konzept (Mehrzweck-Kombination). Die SAS AMATOLA ist die erste von vier neuen Korvetten für die südafrikanische Marine, mit deren Bauprogramm das European South African Corvette Consortium (ESACC) beauftragt ist. Ein Mitglied des ESACC ist das German Frigate Consortium (GFC), daß mit dem Bau der Schiffsplattformen beauftragt ist. Die Blohm + Voss GmbH ist Federführer für das gesamte Bauprogramm
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