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    China kommt als neue Nummer eins zur SMM 2010

    Hamburg Messe und Congress GmbH
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    Die Volksrepublik China hat Südkorea überflügelt und kommt als neue Nummer eins im Weltschiffbau zur SMM 2010. Die Weltleitmesse der internationalen Schiffbauindustrie, 24. shipbuilding, machinery & marine technology, international trade fair hamburg, bietet vom 7. bis 10. September 2010 rund 2.000 Ausstellern aus allen Kontinenten Gelegenheit, ihre neuesten Entwicklungen mehr als 50.000 Fachbesuchern zu präsentieren.

    Der neue Status der chinesischen Schiffbauindustrie schlägt sich auch im Interesse an der SMM 2010 nieder. „Die Beteiligung aus China zur SMM 2010 wird konsequenterweise wachsen“, konstatiert Peter Bergleiter, bei der Hamburg Messe Projektleiter der SMM. Neben den beiden Konzernen China State Shipbuilding Corporation (CSSC) und China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC), langjährigen SMM-Ausstellern, haben sich zahlreiche weitere Werften und Schiffbauzulieferer angemeldet. „Momentan können wir nicht alle Wünsche chinesischer Unternehmen nach größeren Ausstellungsflächen erfüllen, freuen uns jedoch wiederum auf den Austausch mit der internationalen Industrie in voll belegten Messehallen“, wirft Bergleiter einen Blick voraus. Mit diesem Run der Aussteller erweist sich die SMM 2010 auch als Seismograph für die sich aufhellende Konjunktur im Weltschiffbau.

    China ist laut Clarkson Research Services Ltd. seit Jahresbeginn die neue Führungsmacht im Weltschiffbau. Und das gilt sowohl hinsichtlich der in 2009 hereingeholten Neubauaufträge als auch für den Auftragsbestand. Den Londoner Marktanalysten zufolge standen am 1. Januar 2010 im Orderbuch des Weltschiffbaus insgesamt 7.954 Schiffe mit einer Tonnage von 152,5 Mio. CGT. Davon entfielen allein auf die chinesischen Werften 3.144 Neubauaufträge mit 53,2 Mio. CGT, was einem Weltmarktanteil von 34,9 Prozent entspricht. Koreas Schiffbauer haben einen Auftragsbestand von 1.843 Schiffen mit 52,8 Mio. CGT (34,6 Prozent).

    Deutlicher fällt der Abstand an der Spitze bei den im vergangenen Jahr hereingeholten Neubauaufträgen aus. Im Krisenjahr 2009 bestellten die Reeder weltweit nur 401 Neubauten mit 7,9 Mio. CGT. China hatte daran mit 191 Neubauten mit 3,5 Mio. CGT einen Marktanteil von 44,4 Prozent, Südkoreas Schiffbauindustrie kam auf 113 Schiffe mit 3,2 Mio. CGT (40,1 Prozent).

    Im vergangenen Jahr stellten die Werften weltweit 2.515 Schiffe mit 43,5 Mio. CGT fertig. Auch wenn Südkorea (511 Schiffen mit 15,4 Mio. CGT) hinsichtlich der abgelieferten Neubautonnage noch vor China (809 Schiffe mit 11,6 Mio. CGT) lag, ist damit die Wachablösung im Weltschiffbau eher vollzogen, als die chinesischen Schiffbauer noch vor wenigen Jahren geplant hatten. Zur SMM 2002, als China als Schwerpunktland auftrat, nannte Zhang Xiao Shan, damaliger Chief Representive von China Shipbuilding Trading Co. für Europa, als Wachstumsziel für das Jahr 2010 einen Weltmarktanteil von 25 Prozent. Noch Ende 2003 sah Clarkson Research die Volksrepublik China bei einem Orderbuchanteil von 12,8 Prozent. Der „große Sprung nach vorn“ gelang weit schneller als damals vorhersehbar.

    Die global tätige Zulieferindustrie hat sich längst darauf eingestellt. „China ist für die europäischen Schiffbauzulieferer seit Jahren ein wichtigerer Markt als Südkorea, da für die Hersteller von Equipment die Anzahl der Schiffsneubauten ein größeres Auftragsvolumen bedeuten als die reine Tonnage. Hier kann es auch schnell wieder zu Verschiebungen kommen, wenn die Nachfrage wie erwartet wieder anzieht“, kommentiert Hauke Schlegel, Geschäftsführer des VDMA, Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie, den Führungswechsel im Weltschiffbau.

    Hinter dem Führungsduo belegt Japan (15,2 Prozent des CGT-Auftragsbestandes) Rang drei. Der Rest der Top Ten des Weltschiffbaus liegt mit großem Abstand auf nahezu gleichem Level: Vietnam (1,5 Prozent), Indien (1,4 Prozent), die Philippinen (1,4 Prozent), Deutschland (1,2 Prozent), Brasilien (0,9 Prozent), die Türkei (0,8 Prozent) und die Niederlande (0,5 Prozent). Indien, neben China der zweite Wachstumsmotor der Weltwirtschaft, will nach der ersten SMM India im Vorjahr mit einem Nationenpavillon auf der SMM 2010 die gewachsene Schiffbaukompetenz demonstrieren.

    Mit dem verstärkten Andrang der chinesischen Werften und Schiffbauzulieferer, sich als Aussteller auf der SMM zu zeigen, geht auch in den Führungsetagen von chinesischen Unternehmen und Administrationen der Zentralregierung wie auch der Provinzen ein wachsendes Interesse an der SMM einher. Zum Jahresereignis des Weltschiffbaus haben sich zahlreiche Delegationen aus dem Reich der Mitte angesagt, die ihren SMM-Besuch auch mit der Teilnahme an der CHINA TIME Hamburg 2010 verbinden können, die vom 9. bis 25. September 2010 zum dritten Mal in Hamburg stattfindet. Die Hansestadt demonstriert mit dieser breit angelegten, nicht nur auf Wirtschafts- und Politikthemen ausgerichteten Veranstaltungsinitiative ihre in Europa einzigartigen Beziehungen zu China.

    Erstmalig findet anlässlich der SMM 2010 am 7. und 8. September 2010 der Global Maritime Environmental Congress (GMEC) statt. Auf diesem hochrangigen Kongress treffen sich über 700 namhafte Vertreter aus Industrie, Politik, Wissenschaft, Marine und Umweltschutz, um konkrete Lösungen für eine ökologische und nachhaltige Schifffahrt zu erarbeiten und vorzustellen.


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    • Hamburg Messe und Congress GmbH
      Hamburg Messe und Congress GmbH

      Hamburg Messe – hier beginnt Zukunft! Gut 50 Eigen- und Gastveranstaltungen mit rund 12 000 Ausstellern locken jedes Jahr rund 900.000 Menschen aus der ganzen Welt auf das Messegelände in der Hansestadt. Dabei orientiert sich das breite Portfolio der Hamburg Messe an den starken Wirtschaftclustern der Elbmetropole. Die Weltleitmesse der maritimen Industrie,...