Die Binnenschifffahrt im Hamburger Hafen ist weiter auf Rekordkurs. Im ersten Quartal 2008 wurden mit dem umweltfreundlichen Verkehrsträger insgesamt 2,96 Millionen Tonnen Güter im Hinterlandverkehr transportiert, eine Steigerung von ca. 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu den wichtigsten Güterarten gehören neben Kohle, Mineralölerzeugnissen und Erzen verstärkt auch Container. So wurden in den ersten drei Monaten ca. 30.400 TEU (Standardcontainer) im Hinterlandverkehr auf Binnenschiffen gefahren. Dieser Wert bedeutet einen Zuwachs von über 40 Prozent gegenüber 2007 und damit einen neuen Rekord in der Geschichte des Hamburger Hafens.
Seit Beginn der Containerverkehre auf den Binnenwasserstraßen in den 1990er Jahren konnten die Transporte kontinuierlich gesteigert werden. Mittlerweile verbinden Container-Liniendienste durch 15 wöchentliche Abfahrten Hamburg mit zahlreichen Binnenhäfen an Elbe und Mittellandkanal. Daneben haben Binnenschiffe auch eine steigende Bedeutung für die Containerumfuhren zwischen den verschiedenen Hamburger Terminals.
in der Hafenwirtschaft wird unterdessen an Konzepten gearbeitet, wie der Anteil der Binnenschifffahrt am Modal Split zukünftig weiter gesteigert werden kann. Hier werden noch große Reserven für die Aufnahme der prognostizierten Zuwächse im Güterumschlag gesehen. Auf einem Workshop, der Ende Mai im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprojektes „Binnen_Land“ in Hamburg veranstaltet wurde, sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, die Binnenschifffahrt durch Verbesserungen bei Verzollung, Abfertigung und Vermarktung weiter zu stärken. In den nächsten Monaten sollen Vorschläge für konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, um insbesondere die Transporte von Containern weiter auszubauen. Unterstützt wird diese Entwicklung von den Bestrebungen verschiedener Binnenhäfen, im Hinterlandverkehr des Hafens Hamburg eine größere Rolle zu spielen.
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