Ab 11. August 2007 gelten verschärfte Abgasvorschriften für Schiffe in
der Nordsee und dem Englischen Kanal. Während weltweit noch ein
Schwefelgehalt von maximal 4,5 Prozent zulässig ist, darf dieses
Seegebiet nur noch von Schiffen befahren werden, die einen besseren
Brennstoff mit einem maximalen Schwefelgehalt von 1,5 Prozent
verwenden.
Für die ökologisch besonders sensible Ostsee gilt diese strengere
Schwefelgehaltsgrenze bereits seit Mai 2006. Verstöße gegen diese
Vorschriften werden durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und
Hydrographie in Hamburg verfolgt und können mit Geldbußen bis zu
50.000 Euro geahndet werden.
"Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der
Meeresumwelt. Deutschland setzt sich dafür ein, dass auch
weitere Meeresgebiete in Europa zu so genannten
Schwefelemissionsüberwachungsgebieten mit strengen
Abgasvorschriften ausgewiesen werden", so
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.
Durch die Treibstoffe gelangen immer noch zu große Mengen von
Schadstoffen in die Atmosphäre. Deutschland setzt sich daher in der
Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) mit allem Nachdruck
dafür ein, die zulässigen Grenzwerte von Schwefeldioxid und
Stickstoffdioxid weltweit weiter zu verschärfen. Die notwendige
Überarbeitung des internationalen MARPOL-Übereinkommens soll
spätestens im Frühjahr 2008 abgeschlossen werden.
"Deutschland verfolgt ein Langfristziel: Weg vom schweren
Heizöl, hin zu Diesel", sagte Tiefensee. "Im Interesse des
Klimaschutzes muss auch der vergleichsweise geringe
CO2-Ausstoß in der Schifffahrt weiter reduziert werden".
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