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Antwort von Hermann Bliss, German Maritim Competence Network zu Ziele der DMKN von Dr. Winfried Felser | 13.1.2012, 9:39:26
RE:Welche Ziele haben Sie sich gestellt?
Auch für das Networking gilt der Grundsatz, dass nichts so beständig ist wie der Wandel. Dies gilt insbesondere für die Veränderungen in der maritimen Wirtschaft, wo die deutschen Wettbewerber sich sowohl mit den globalen Überkapazitäten als auch mit ungleichen Preisbedingungen der fernöstlichen Konkurrenz auseinander... mehr
Auch für das Networking gilt der Grundsatz, dass nichts so beständig ist wie der Wandel. Dies gilt insbesondere für die Veränderungen in der maritimen Wirtschaft, wo die deutschen Wettbewerber sich sowohl mit den globalen Überkapazitäten als auch mit ungleichen Preisbedingungen der fernöstlichen Konkurrenz auseinander zu setzten haben. Zudem verändert sich der Markt, speziell der Marineschiffbau, natürlich in Abhängigkeit von der deutlich eingeschränkten Bedarfssituation der Deutschen Marine. Keiner unserer Partner kann hier nur näherungsweise von einer zufriedenstellenden Auslastung sprechen. Von daher richtet sich der Focus auf die EU als Ganzes, so dass sich das DMKN auch sprachlich international verständlich machen muss.
Eine ganz erfreuliche wie auch dynamische Entwicklung findet auf dem Offshore Sektor in der Windenergiegewinnung statt. Hier kommt es darauf an, auch diese Branche verstärkt für das DMKN zu erschließen, zumal der Spezialschiffbau in Deutschland von dieser Entwicklung deutlich profitiert. Bis zum Jahr 2030 sollen Windparks mit einer Leistung von 25000 Megawatt vor Deutschlands Küsten errichtet werden, was ca. 5000 Einzelanlagen entspricht.
Nicht zu vergessen der Tiefseebergbau, der zwar noch in den Anfängen steckt, wo Deutschland jedoch bereits heute in der Technologieentwicklung eine führende Position einnimmt. Auch hier sehe ich durchaus neue Handlungsfelder für das DMKN.
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Antwort von Hermann Bliss, German Maritim Competence Network zu Situation der maritimen Wirtschaft von Dr. Winfried Felser | 13.1.2012, 9:39:15
RE:Wie beurteilen Sie die augenblickliche Situation der maritimen Wirtschaft in Deutschland?
Auch in der gegenwärtig durch die Finanz- und Schuldenkrise geprägten Situation bleibt die maritime Abhängigkeit Deutschlands ein bestimmendes Element unserer wirtschaftlichen Prosperität sowie unserer zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten. Rohstoffe bilden eine unverzichtbare Grundlage des Lebens in modernen... mehr
Auch in der gegenwärtig durch die Finanz- und Schuldenkrise geprägten Situation bleibt die maritime Abhängigkeit Deutschlands ein bestimmendes Element unserer wirtschaftlichen Prosperität sowie unserer zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten.
Rohstoffe bilden eine unverzichtbare Grundlage des Lebens in modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Ozeane und Meere bergen natürliche Grundlagen für die Versorgung und Ernährung der Menschen an der Küste und im Binnenland. Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung sind die zentralen Ziele
einer zukunftssicheren Energie- und auch Rohstoffpolitik. Schifffahrt, maritime Wirtschaft, Offshore- und Meerestechnik, Energie, Fischerei und Schutz der Meeresumwelt sind die Kernbereiche einer integrierten Meeres- und Wirtschaftspolitik.
Die Bedeutung des Wirtschaftszweigs erschließt sich natürlich über Beschäftigungszahlen und Umsatz. Nahezu 400 000 Menschen sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt, dessen Jahresumsatz bei über 50 Mrd. € liegt.
Mit anderen Worten: Das Meer und die maritime Wirtschaft sind von herausragender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Technologie-, Produktions- und Logistikstandort und als Eckfeiler für unsere führende Position im Export.
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Antwort von Hermann Bliss, German Maritim Competence Network zu Persönlicher Bezug zur maritimen Branche von Dr. Winfried Felser | 13.1.2012, 9:39:05
RE:Wie führte Ihr persönlicher Weg von der Marine hin zum Kompetenz-Portal der maritimen Branche?
Auch wenn ich in den letzten Jahren meiner aktiven Laufbahn im Bundesministerium der Verteidigung vorrangig mit organisatorischen Aufgaben befasst war, so war ich in den 90iger Jahren als Abteilungsleiter im Stab des Befehlshabers der Flotte u.a. zuständig für Fragen der maritimen Abhängigkeit der Bundesrepublik... mehr
Auch wenn ich in den letzten Jahren meiner aktiven Laufbahn im Bundesministerium der Verteidigung vorrangig mit organisatorischen Aufgaben befasst war, so war ich in den 90iger Jahren als Abteilungsleiter im Stab des Befehlshabers der Flotte u.a. zuständig für Fragen der maritimen Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland. Insofern hat sich für mich eine bis heute andauernde professionelle Affinität zur maritimen Wirtschaft in Deutschland entwickelt. Durch meine beratende Tätigkeit für eine namhafte Werftengruppe in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch durch die ehrenamtliche Funktion als Präsident des maritimen Industriezirkels Bonn-Berlin (MARINBO)führte mich im Vorjahr der Weg zum DMKN, dessen Geschäftsführer ich seit Mai 2011 bin.