Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Weiterleiten
Anzeige
 

Jahreszahlen Seepiraterie: Mehr als 400 Piratenüberfälle in 2009

 
Kompetenzindex:
100%
Keine eindeutige Person vorhanden
Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
Empfänger kann keine Nachrichten empfangen
Empfehlung versenden
Positiv bewerten
Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
[#hidden_actions_html#]
Autor keine Angaben
Beschreibung

Die Anzahl der Piratenüberfälle stieg im vergangenen Jahr um fast vierzig Prozent auf 406. Dies ist das Ergebnis des heute veröffentlichten Quartalsberichts des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB), das zur Internationalen Handelskammer (ICC) gehört. 2008 waren es noch 293 Vorfälle. Letztmalig wurde die 400er Marke 2003 überschritten.

 

Laut Bericht konnten von den 406 Überfällen 84 abgewehrt werden. In 153 Fällen gelang es den Piraten, an Bord zu kommen. Weitere 120 Schiffe wurden beschossen und 49 entführt. Ingesamt gerieten dabei 1052 Seeleute in Geiselhaft. Die Piraten verletzten 68 Besatzungsmitglieder und töteten acht.

 

Mehr als die Hälfte der Vorfälle geht allein auf das Konto der somalischen Piraten. 2009 wurden von hier 217 Angriffe gemeldet. Die Piraten entführten dort 47 Schiffe und nahmen 867 Seemänner als Geiseln.

 

2008 wurden vor den Küsten Somalias 111 Schiffe angegriffen und 42 entführt. Somit hat sich die Anzahl der Überfälle 2009 zwar fast verdoppelt, immer häufiger konnten jedoch die Angriffe abgewehrt werden. Dies ist auf die verstärkte Präsenz und den koordinierten Einsatz der internationalen Militärstreitkräfte zurückzuführen. IMB Direktor Captain Pottengal Mukundan sagte: “Die Marineeinheiten spielen eine zentrale Rolle bei der Abwendung von Überfällen. Es ist wichtig, dass diese weiter vor Ort stationiert bleiben.”

 

Die erhöhte Präsenz der Marine führte offenbar auch zu einer regionalen Verschiebung. Während sich 2008 die Überfälle vorwiegend im Golf von Aden zutrugen,  wurden 2009 viele Vorfälle von Ostküste Somalias gemeldet. Seit Oktober wird zudem eine verstärkte Piraterieaktivität im Indischen Ozean beobachtet. Von dort wurden 33 Piratenattacken gemeldet, bei denen 13 Schiffe entführt wurden.

 

28 Vorfälle wurden 2009 vor den Küsten Nigerias gemeldet. Bei 21 dieser Schiffe gelang es den Piraten, an Bord zu kommen; drei Schiffe wurden beschossen und eines entführt. Zu den Schiffstypen, die angriffen wurden, gehörten unter anderem Frachtschiffe, Kühlschiffe und alle Arten von Tankern. Auf der Basis anderer externer Meldungen kann geschätzt werden, dass rund 30 Überfälle vor den Küsten Nigerias nicht an das IMB gemeldet wurden und die Dunkelziffer damit sehr hoch liegt.

 

Den indonesischen Behörden ist es durch einen unermüdlichen Einsatz gelungen, die Anzahl der Überfälle stark einzuschränken. Von dort aus werden Jahr für Jahr weniger Angriffe berichtet. 2009 gab es 15 Vorfälle, die wenigsten jedoch schwerwiegend. Aus der Straße von Malakka wurden wie bereits im Jahr 2008 nur zwei Angriffe gemeldet.

 

Zur ausführlichen Meldung >>

 

Der Report kann gerne von der ICC Deutschland elektronisch zugesandt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich alle Vorfälle 2009 auf der IMB Pirateriekarte genau anzeigen zu lassen.

 

 

Captain Pottengal Mukundan, Director
ICC International Maritime Bureau (IMB)
Tel: +44 20 7423 6960

 

Katrin Reiser, Pressesprecherin

Internationale Handelskammer (ICC) Deutschland

Tel: 030 200 7363 20

 

 

Zur Internationalen Handelskammer:

Die Internationale Handelskammer (ICC) ist die größte weltweit tätige, alle Branchen umfassende Wirtschaftsorganisation. Sie ist in nahezu 130 Ländern vertreten. Vorrangige Ziele der ICC sind die Förderung des Welthandels und die Sicherstellung der Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Als Vertretung der Wirtschaft ist sie Dialogpartner für internationale Institutionen und nationale Regierungen.

 

ICC bietet der Weltwirtschaft mit dem rund um den Globus gespannten Netzwerk ihrer renommierten Commercial Crime Services (CCS) eine zentralisierte Institution zur Bekämpfung der Kriminalität. Der Hauptsitz der ICC Commercial Crime Services befindet sich in London. Zu diesem gehört auch die Spezialeinheit International Maritime Bureau (IMB) mit dem Pirary Reporting Centre in Kuala Lumpur. Das IMB ist weltweit führend bei der Bekämpfung der Seepiraterie. http://www.icc-ccs.org

Dialog
 
Ihr Beitrag zu Jahreszahlen Seepiraterie: Mehr als 400 Piratenüberfälle in 2009
Publizieren

Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

Webseite externer Beitrag
Weitere Informationen im Internet
Herausgebende Organisation