Die ersten zwei der vier U-Boote des 1. Loses Klasse 212A befinden sich seit über fünf Jahren in der Nutzung. Bis auf wenige Anlagen und Geräte wurde auf diesen Booten seinerzeit ein vollständiger Technologiewechsel vollzogen. Gegenüber den bewährten U-Booten der Klasse 206A ergaben sich enorme grundsätzliche Veränderungen in allen Hauptbauabschnitten und ein erheblicher Leistungsgewinn in sämtlichen Fähigkeitskategorien. Dies hatte entsprechende Auswirkungen auf die Ausbildung, die neben der notwendigen Technischen Dokumentation und einem hinreichenden Vorrat an Ersatzteilen die wesentliche Komponente der Versorgungsreife des Waffensystems darstellt. Am »Ausbildungszentrum Uboote« (AZU) wurde neben der Basis- und Einsatzausbildung für U206A ein gleichwertiger eigenständiger Ausbildungsstrang für U212A aufgebaut. Im Bereich Operation kann auf einen gut ausgestatteten Simulator zurückgegriffen werden. Im Bereich der schiffstechnischen Ausbildung U212A müssen jedoch bis heute Defizite bei den Ausbildungsmitteln kompensiert werden, die bis dato anders als für U206A nicht 1:1 zu den Bordanlagen am AZU vorhanden sind. Die seinerzeit für die Erstbesatzungen und Ausbilder des AZU durchgeführte Industrieausbildung, die Ausbildung direkt an Bord eines Hafenliegers im Typstützpunkt Eckernförde sowie die Nutzung von Computerunterstützter Ausbildung (CUA) haben bisher die Besatzungen hinreichend auf ihre Aufgaben vorbereiten können. Die Fähigkeitslücke in diesem Bereich ist jedoch weiterhin vorhanden. Mit der Entscheidung für die Außerdienststellung der Boote U206A war der Auftrag zum Auf bau eines Mehrbesatzungsmodells für U212A verknüpft. In Verbindung mit einer Umstellung des Zyklus von Betriebs- und Instandsetzungsperioden und der Einführung von Sicherheitsinspektionen soll die Verfügbarkeit operativ disponierbarer U-Boote deutlich erhöht werden. Dieses Konzept wird – in Abgrenzung zur Intensivnutzung F125 – als »Intensivierte Nutzung« bezeichnet.
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