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    ATLAS Seewolf spürt Vulkanaktivität auf

    ATLAS ELEKTRONIK GmbH
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    Beschreibung
  • AUV auf zweitägiger Messfahrt im Laacher See
  • Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen

  • Bremen/Koblenz - Nicht ganz 13.000 Jahre ist es her, dass in der Eifel der letzte Vulkan Lava spuckte und große Teile der Landschaft verwüstete. Bei dem nur wenige Tage dauernden Ereignis wurden riesige Mengen vulkanische Asche und Bims ausgeschleudert, welche die Gegend bis ins Rheintal teilweise sieben Meter dick bedeckte. Die feineren Ablagerungen der Explosion sind noch in Schweden und Norditalien als schmaler Bimshorizont zu finden.

    Der sichtbarste Rest dieses Vulkanausbruches ist der Laacher See bei Koblenz. Obwohl der See mit durchschnittlich 1600 Metern Durchmesser weithin als das größte Maar der Vulkaneifel gilt, ist er wissenschaftlich gesehen kein Maar und auch kein echter Kratersee, sondern eine wassergefüllte Caldera - ein Einbruchkrater, der nach Entleeren der Magmakammer unterhalb des Vulkankegels durch einen Einsturz entstanden ist.

    Aus geologischer Sicht gilt der Vulkanismus in der Eifel als weiterhin aktiv, was durch eine Vielzahl kleinster Erdbeben in dieser Region spürbar ist. Renommierte Vulkanologen sind der Ansicht, dass hier mit größter Wahrscheinlichkeit wieder Vulkane ausbrechen werden. Aber wann? In wenigen Jahren? Oder erst in vielen Jahrtausenden? Um dies zu klären, fordern Wissenschaftler immer wieder, ein Beobachtungssystem für die geologischen Prozesse zu installieren, was bisher an dessen Kosten gescheitert ist.

    Um die Nützlichkeit von autonomen Unterwasserfahrzeugen im Umfeld geologischer Untersuchungen zu prüfen, wurde Ende April eine zweitägige Exploration im Laacher See in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen durchgeführt. Ziel der Mission war es Zonen im See zu finden, an denen Kohlendioxyd-Gase aus dem Boden quellen. Aufgrund der großen Tiefe des Gewässers von bis zu 56 Metern erreichen die Gasblasen nicht die Oberfläche des Sees, sondern lösen sich während des Aufstieges auf. Dadurch ist das Ausmaß der vulkanischen Aktivität unter dem See nicht genau bekannt.

    Das hierzu eingesetzte Unterwasserfahrzeug vom Typ "Seewolf" ist ein cirka zwei Meter langer Tauchroboter, der ohne jede Verbindung zur Außenwelt eine Mission automatisch durchführen kann. Dabei taucht das Fahrzeug im Abstand von ungefähr fünf Metern über dem Seeboden entlang und bildet mittels Sonargeräten den seitlichen Bodenbereich rechts und links ab.

    Diese Aufgabe konnte in wenigen Stunden gelöst werden, wobei für Fachleute beeindruckende Daten aufgezeichnet worden sind. Neben den erwähnten Gasaustritten sind in den Sonarbildern kraterförmige Strukturen zu sehen, die bisher völlig unbekannt waren. Aufgrund dieser ersten Daten ist eine tiefer gehende Untersuchung der Topologie der Caldera im nächsten Jahr geplant.

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    Herausgebende Organisation
    • ATLAS ELEKTRONIK GmbH
      ATLAS ELEKTRONIK GmbH

      Als führendes Systemhaus für maritime Systeme entwickelt ATLAS ELEKTRONIK zivile und militärische Lösungen für den Unter- und Überwasserbereich. Mit Hilfe technisch innovativer Produkte begegnet der Elektronikspezialist den konventionellen und asymmetrischen Herausforderungen des maritimen Sektors und verstärkt die Sicherheit von Häfen, Küsten und Handel. Das...