Rheinmetall Defence ist mit der Umrüstung und Lieferung eines ersten Robotik- Bootes für vielfältige Einsatzaufgaben der Deutschen Marine beauftragt worden. Mit der Entwicklung dieses Unmanned Sea Vehicles (USV) ist es dem Unternehmen gelungen, seine führende Expertise auf dem Gebiet der unbemannten Landfahrzeuge nun auch auf maritime Anwendungsbereiche zu übertragen. Der Auftrag umfasst ein Volumen von insgesamt rund 1,3 MioEUR.
Im Rahmen einer Forschungs- und Technologiemaßnahme des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung wird Rheinmetall ein schnelles Sturmboot des Typs Watercat M8 (Hersteller: Marine Alutech Oy Ab, Finnland) mit Robotikkomponenten ausrüsten, um es ‑ zunächst als Versuchsträger ‑ zur be- und unbemannten Nutzung durch die Marine einsetzbar zu machen.
In aktuellen Einsätzen unter asymmetrischer Bedrohung können USV mit ihren besonderen Fähigkeiten einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung, direkten Überwachung und Gefahrenabwehr leisten, z.B. im Rahmen von Aufklärungsmissionen oder auch beim Abfangen und Abdrängen sog. Speedboote. Durch eine Ausrüstung mit geeigneten Missionsmodulen können unbemannte Seefahrzeuge darüber hinaus auch für Aufgaben mit höchstem Gefährdungspotential eingesetzt werden (wie z.B. für das Einfangen von Treibminen) und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Soldaten im Einsatz.
Dieses Boot, das bei einem Gewicht von knapp zwei Tonnen eine Länge von rund acht Metern hat und eine Höchstgeschwindigkeit von über 35 Knoten erreicht, wird sowohl bemannt, als auch autonom oder durch einen Bediener ferngesteuert agieren können und dabei über eine automatische Wegpunktnavigation verfügen. Mit seiner umfangreichen sensorischen Ausstattung erweitert das USV in einem beträchtlichen Umfang den Überwachungsbereich der Trägerplattform.
Nach erfolgter Anwendungserprobung strebt Rheinmetall an, den Streitkräften in einem späteren Stadium auch größere Stückzahlen derartiger multifunktionaler Einsatzboote bereitzustellen.
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