Diehl BGT Defence (DBD) und Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW), ein Unternehmen von ThyssenKrupp Marine Systems, haben am 29. November 2007 den Technologiepreis der wehrtechnischen Industrie 2007 in der Kategorie Sonderpreis erhalten. Thomas Kossendey, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, und Friedrich Lürßen, geschäftsführender Gesellschafter der Lürssen Werft GmbH & Co und Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), verliehen den Preis des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im BDI im Rahmen einer Feierstunde in Berlin. Ausgezeichnet wurden Klaus-Eberhard Möller (DBD) und Joachim Reuter (HDW) für die fortschreitende Realisierung des Projektes IDAS, einem neuartigen Flugkörper-System für getaucht fahrende U-Boote. Der Technologiepreis der wehrtechnischen Industrie wird vom Ausschuss Verteidigungswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie jährlich vergeben. Mit ihm soll die sicherheitspolitische Bedeutung von Innovationen auf dem Gebiet der Wehrtechnik hervorgehoben werden.
IDAS steht für "Interactive Defence and Attack System for Submarines" und ist ein Flugkörper, der von getaucht fahrenden U-Booten aus eingesetzt werden kann. Er ist primär für die Abwehr von U-Jagdhubschraubern konzipiert, kann aber auch gegen See- und Landziele eingesetzt werden. Damit wird erstmals eine aktive Selbstverteidigung von getauchten U-Booten möglich. Im Vergleich zu existierenden Flugkörpersystemen bleibt IDAS über einen haardünnen Lichtwellenleiter mit dem U-Boot verbunden. Der Lichtwellenleiter überträgt dabei permanent Bilder, die der Infrarot-Suchkopf des Flugkörpers aufnimmt. Dadurch hat der Bediener die Möglichkeit, das Ziel auch kurzfristig zu wechseln oder den Flug zu unterbrechen.
Erste Flugversuche von IDAS verliefen Ende vergangenen Jahres erfolgreich. Für das Projekt wurde die ARGE IDAS gegründet.
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