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Beschreibung
Konsortium aus CAE, Eurocopter, Rheinmetall Defence Electronics und Thales erhält Zuschlag für erstes Pilotprojekt der Bundeswehr für Ausbildung von Hubschrauberbesatzungen
Koblenz, 20 Januar 2005 ‑ Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung hat am 30. Dezember 2004 im Namen der Bundesregierung einen Vertrag mit der Helicopter Flight Training Services GmbH (HFTS), Hallbergmoos, unterzeichnet, der die Ausbildung der Besatzungen für den Mehrzweckhubschrauber NH90 in industriegeführten Ausbildungszentren beinhaltet. Damit wird das erste privat finanzierte Projekt der Bundeswehr im Bereich der fliegerischen Ausbildung realisiert. Die HFTS wurde von einem Industriekonsortium aus den vier Unternehmen CAE, Eurocopter Deutschland, Rheinmetall Defence Electronics und Thales gegründet, die jeweils mit 25 % am Kapital beteiligt sind. Das Industriekonsortium wird vier Simulatoren in drei NH90-Ausbildungszentren an den Standorten Bückeburg und Faßberg (beide Niedersachsen) sowie Holzdorf (Brandenburg) konzipieren, bauen und betreiben.
Der Gesamtwert des Auftrags, der bis ins Jahr 2022 reicht, umfasst 488 Millionen Euro. In einer ersten Phase werden ab Januar 2005 vier so genannte Full-Mission-Simulatoren für den NH90 und drei Ausbildungszentren konzipiert, entwickelt und hergestellt, in denen die Besatzungen nicht nur den Flugbetrieb trainieren, sondern auch auf umfassende Szenarien wie Gefechtssituationen vorbereitet werden. Daran schließt sich eine Betriebsphase von vierzehneinhalb Jahren an. Sie soll Mitte 2008 beginnen, wenn das erste Ausbildungszentrum einsatzbereit ist, und bis zum Jahr 2022 laufen. Die HFTS GmbH verpflichtet sich während der Betriebsphase dazu, dafür zu sorgen, dass die Trainingsmöglichkeiten von den NH90-Flugmannschaften jederzeit genutzt werden können. Die Abrechnung wird, auf Stundenbasis vorgenommen. Das Ausbildungspersonal wird von der Bundeswehr gestellt.
Das Privatisierungsprogramm für die simulatorgestützte Ausbildung von Piloten eröffnet der Bundeswehr die schnellste und sehr kostengünstige Möglichkeit, die Besatzungen auf dem neuen Hubschrauber auszubilden. Der NH90 wird ab 2005 an die Bundeswehr ausgeliefert und ist aus dem größten jemals in Europa aufgelegten Hubschrauber-Entwicklungsprogramm hervorgegangen. Beteiligt daran sind Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Portugal. Darüber hinaus haben sich Finnland, Schweden, Norwegen, Griechenland, Oman und Australien zur Beschaffung des NH90 entschlossen. Die für die deutschen Hubschrauberführer entwickelten NH90-Ausbildungszentren werden die ersten für diesen Hubschraubertyp sein.
Für die öffentliche Hand ergeben sich durch diese Privatisierung eine Reihe von Vorteilen. Die Bundeswehr profitiert von Einsparungen bei Betriebs- und Finanzierungskosten, weil die Notwendigkeit der Beschaffung und Unterhaltung einer aufwändigen Infrastruktur entfällt. Sie zahlt für ein komplettes Ausbildungs- und Dienstleistungsangebot. Die Verantwortung für das Erbringen dieser Leistung und die Bereitstellung der dafür erforderlichen Einrichtungen liegt bei HFTS.
Die simulationsgestützte Ausbildung verringert die Flugstunden des NH90-Hubschraubers erheblich. Sie ist deshalb die wirtschaftlichste Lösung und schont Material und Umwelt. Sowohl für die Erstausbildung als auch für regelmäßige Wiederholungsschulungen hat sich die simulatorgestützte Ausbildung bei der Bundeswehr bereits bewährt.
Dr. Arnd Helmetag, Geschäftsführer der HFTS GmbH: “Die Entscheidung der Bundesregierung, die Ausbildung für den NH90 zu privatisieren, steht im Einklang mit dem Trend, der auch international im Bereich der militärischen Ausbildung zu beobachten ist. Die von uns zu erbringenden Ausbildungsleistungen erfüllen auch die Anforderungen anderer NH90-Kunden und können für weitere NH90-Ausbildungsprogramme in zahlreichen Staaten den Anstoß geben. Erste Gespräche mit potenziellen Kunden haben bereits begonnen.”
HFTS GmbH hat ihren Sitz in D-85399 Hallbergmoos, Ludwigstrasse 49,
Telefon: + 49 (0) 811-9996202, E-Mail: Helmetag@heli-fts.com.
Die Partner im Konsortium:
CAE ist ein führender Anbieter in den Bereichen Simulation, Modellierungstechnik und integrierte Ausbildungsleistungen für die allgemeine Luftfahrt, Business Aviation und Wehrtechnik weltweit. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von ca. 1 Milliarde kanadischen Dollar und hat Betriebe und Ausbildungseinrichtungen in 17 Ländern auf fünf Kontinenten.
Eurocopter ist eine hundertprozentige Tochter der EADS und Weltmarktführer in der Hubschrauberindustrie mit einem Marktanteil von 45% und einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2003. Mehr als 9.100 Eurocopter-Hubschrauber sind bei rund 2.300 Kunden in 134 Ländern im Einsatz. Die Produkte der Firma reichen von einmotorigen Leichthubschraubern bis zu Transporthubschraubern der 11-Tonnenklasse. Eurocopter verfügt damit über die breiteste Palette ziviler und militärischer Hubschrauber weltweit.
Rheinmetall Defence Electronics, ein Tochterunternehmen der Rheinmetall DeTec AG, Düsseldorf, gehört weltweit zu den Technologieführern in der Verteidigungselektronik. Als einer der größten Hersteller von Simulationssystemen deckt das Unternehmen das gesamte Spektrum der Anwendungen sowohl für Marine, Heer und Luftwaffe als auch für den zivilen Bereich ab und ist weltweit in mehr als 30 Ländern tätig.
Thales ist ein internationaler Elektronikkonzern und Systemanbieter im Bereich der Verteidigung, Luftfahrt, Sicherheitstechnologie und Dienstleistung. Die Thales-Gruppe beschäftigt weltweit 61.500 Mitarbeiter und verzeichnete in 2003 einen Umsatz von 10,6 Mrd. Euro. Mit seinem Dienstleistungsbereich ist Thales weltweit eines der führenden Unternehmen für Simulation und Ausbildung auf dem zivilen und militärischen Markt.
Koblenz, 20 Januar 2005 ‑ Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung hat am 30. Dezember 2004 im Namen der Bundesregierung einen Vertrag mit der Helicopter Flight Training Services GmbH (HFTS), Hallbergmoos, unterzeichnet, der die Ausbildung der Besatzungen für den Mehrzweckhubschrauber NH90 in industriegeführten Ausbildungszentren beinhaltet. Damit wird das erste privat finanzierte Projekt der Bundeswehr im Bereich der fliegerischen Ausbildung realisiert. Die HFTS wurde von einem Industriekonsortium aus den vier Unternehmen CAE, Eurocopter Deutschland, Rheinmetall Defence Electronics und Thales gegründet, die jeweils mit 25 % am Kapital beteiligt sind. Das Industriekonsortium wird vier Simulatoren in drei NH90-Ausbildungszentren an den Standorten Bückeburg und Faßberg (beide Niedersachsen) sowie Holzdorf (Brandenburg) konzipieren, bauen und betreiben.
Der Gesamtwert des Auftrags, der bis ins Jahr 2022 reicht, umfasst 488 Millionen Euro. In einer ersten Phase werden ab Januar 2005 vier so genannte Full-Mission-Simulatoren für den NH90 und drei Ausbildungszentren konzipiert, entwickelt und hergestellt, in denen die Besatzungen nicht nur den Flugbetrieb trainieren, sondern auch auf umfassende Szenarien wie Gefechtssituationen vorbereitet werden. Daran schließt sich eine Betriebsphase von vierzehneinhalb Jahren an. Sie soll Mitte 2008 beginnen, wenn das erste Ausbildungszentrum einsatzbereit ist, und bis zum Jahr 2022 laufen. Die HFTS GmbH verpflichtet sich während der Betriebsphase dazu, dafür zu sorgen, dass die Trainingsmöglichkeiten von den NH90-Flugmannschaften jederzeit genutzt werden können. Die Abrechnung wird, auf Stundenbasis vorgenommen. Das Ausbildungspersonal wird von der Bundeswehr gestellt.
Das Privatisierungsprogramm für die simulatorgestützte Ausbildung von Piloten eröffnet der Bundeswehr die schnellste und sehr kostengünstige Möglichkeit, die Besatzungen auf dem neuen Hubschrauber auszubilden. Der NH90 wird ab 2005 an die Bundeswehr ausgeliefert und ist aus dem größten jemals in Europa aufgelegten Hubschrauber-Entwicklungsprogramm hervorgegangen. Beteiligt daran sind Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Portugal. Darüber hinaus haben sich Finnland, Schweden, Norwegen, Griechenland, Oman und Australien zur Beschaffung des NH90 entschlossen. Die für die deutschen Hubschrauberführer entwickelten NH90-Ausbildungszentren werden die ersten für diesen Hubschraubertyp sein.
Für die öffentliche Hand ergeben sich durch diese Privatisierung eine Reihe von Vorteilen. Die Bundeswehr profitiert von Einsparungen bei Betriebs- und Finanzierungskosten, weil die Notwendigkeit der Beschaffung und Unterhaltung einer aufwändigen Infrastruktur entfällt. Sie zahlt für ein komplettes Ausbildungs- und Dienstleistungsangebot. Die Verantwortung für das Erbringen dieser Leistung und die Bereitstellung der dafür erforderlichen Einrichtungen liegt bei HFTS.
Die simulationsgestützte Ausbildung verringert die Flugstunden des NH90-Hubschraubers erheblich. Sie ist deshalb die wirtschaftlichste Lösung und schont Material und Umwelt. Sowohl für die Erstausbildung als auch für regelmäßige Wiederholungsschulungen hat sich die simulatorgestützte Ausbildung bei der Bundeswehr bereits bewährt.
Dr. Arnd Helmetag, Geschäftsführer der HFTS GmbH: “Die Entscheidung der Bundesregierung, die Ausbildung für den NH90 zu privatisieren, steht im Einklang mit dem Trend, der auch international im Bereich der militärischen Ausbildung zu beobachten ist. Die von uns zu erbringenden Ausbildungsleistungen erfüllen auch die Anforderungen anderer NH90-Kunden und können für weitere NH90-Ausbildungsprogramme in zahlreichen Staaten den Anstoß geben. Erste Gespräche mit potenziellen Kunden haben bereits begonnen.”
HFTS GmbH hat ihren Sitz in D-85399 Hallbergmoos, Ludwigstrasse 49,
Telefon: + 49 (0) 811-9996202, E-Mail: Helmetag@heli-fts.com.
Die Partner im Konsortium:
CAE ist ein führender Anbieter in den Bereichen Simulation, Modellierungstechnik und integrierte Ausbildungsleistungen für die allgemeine Luftfahrt, Business Aviation und Wehrtechnik weltweit. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von ca. 1 Milliarde kanadischen Dollar und hat Betriebe und Ausbildungseinrichtungen in 17 Ländern auf fünf Kontinenten.
Eurocopter ist eine hundertprozentige Tochter der EADS und Weltmarktführer in der Hubschrauberindustrie mit einem Marktanteil von 45% und einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2003. Mehr als 9.100 Eurocopter-Hubschrauber sind bei rund 2.300 Kunden in 134 Ländern im Einsatz. Die Produkte der Firma reichen von einmotorigen Leichthubschraubern bis zu Transporthubschraubern der 11-Tonnenklasse. Eurocopter verfügt damit über die breiteste Palette ziviler und militärischer Hubschrauber weltweit.
Rheinmetall Defence Electronics, ein Tochterunternehmen der Rheinmetall DeTec AG, Düsseldorf, gehört weltweit zu den Technologieführern in der Verteidigungselektronik. Als einer der größten Hersteller von Simulationssystemen deckt das Unternehmen das gesamte Spektrum der Anwendungen sowohl für Marine, Heer und Luftwaffe als auch für den zivilen Bereich ab und ist weltweit in mehr als 30 Ländern tätig.
Thales ist ein internationaler Elektronikkonzern und Systemanbieter im Bereich der Verteidigung, Luftfahrt, Sicherheitstechnologie und Dienstleistung. Die Thales-Gruppe beschäftigt weltweit 61.500 Mitarbeiter und verzeichnete in 2003 einen Umsatz von 10,6 Mrd. Euro. Mit seinem Dienstleistungsbereich ist Thales weltweit eines der führenden Unternehmen für Simulation und Ausbildung auf dem zivilen und militärischen Markt.
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