Die im Zwei-JahresRhythmus stattfindende Messe ist nur angemeldetem Fachpublikum zugänglich. In diesem Jahr nahmen ca. 165 Firmen aus 29 Ländern teil, die in der 40.000 m großen Ausstellungshalle ihre Entwicklungen präsentierten. Unter den mehr als 8.000 Fachbesuchern aus Militär, Industrie, Wirtschaft und Verwaltung befanden sich 70 offizielle Delegationen, darunter allein 40 Befehlshaber von Marinen oder Küstenwachen. Parallel zur Ausstellung fanden die beiden Fachveranstaltungen International Maritime Security Conference 2011 und das Naval Technology Seminar 2011 statt.
Zudem lagen im Marinestützpunkt Changi Naval Base 20 Kriegsschiffe aus 12 Nationen, die zeitweise besichtigt werden konnten. »Die Top-Messe in Asien«, so ein begeisterter deutscher Aussteller, war eindeutig ausgerichtet auf die Modernisierungs- und Rüstungsprogramme und auf die seestrategischen Entwicklungen des durch Staaten mit langen Küstenlinien und Inselstaaten geprägten südostasiatisch-pazifischen Raumes. So war es doch auffallend, dass außer dem Hausherr Singapur kaum weitere große Unternehmen aus diesem geografischen Bereich vertreten waren. Auch russische Firmen, die durchaus in diesem Raum Exportchancen haben dürften, waren nicht zu finden. Die europäisch-amerikanische Anbieterdominanz war unverkennbar. Das auf dem Marinesektor tätige US-amerikanische Institut für Marktanalysen AMI International prognostiziert für die nächsten 20 Jahre ein Volumen von mehr als 175 Milliarden US$ für Investition im Marineschiff bau und für Modernisierungsmaßnahmen in der asiatischpazifischen Region. U-Boote stehen dabei in der Beschaffungspriorität respektive Wunschliste an oberster Stelle, gefolgt von Fahrzeugen für Überwachungs- und Patrouillenaufgaben. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Themenbereiche Korvetten und Offshore Patrol Vessel (OPV) sowie konventionelle U-Boote eindeutige Ausstellungsschwerpunkte waren.
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