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    IDAS - Schlüsselvorhaben für den Erhalt wehrtechnischer Kernfähigkeiten

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    Beschreibung
    Das U-Boot, als jüngstes Seekriegsmittel, hat sich im Laufe der vergangenen 100 Jahre mit atemberaubendem Tempo weiterentwickelt. Aus dem Tauchboot, das in Sehrohrtiefe bis auf 500 m an sein Ziel heranfahren musste, um einen ungelenkten Torpedo abfeuern zu können, ist ein Hightech-Waffensystem geworden, das sich über Wochen kaum ortbar in den Tiefen der Meere aufhalten kann.

    Neben den unzählbaren Entwicklungsschritten, die auf ständigen Verbesserungen bereits von Anfang an vorhandener Komponenten beruhten, gab es einige wenige Entwicklungen, die dem U-Boot völlig neue Fähigkeitspotenziale eröffneten.

    Eine in diesem Sinne revolutionäre Entwicklung ist das konkurrenzlose Flugkörpersystem IDAS (Interactive Defence & Attack System for Submarines), das vom deutschen Flugkörperhersteller Diehl BGT Defence (DBD) und der U-Boot-Werft Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) entwickelt wird. Es verleiht dem U-Boot vollkommen neuartige Möglichkeiten des Waffeneinsatzes im unteren und mittleren Wirkungsbereich und macht es einsetzbar in Szenarien, die sich ihm bisher – alleine mit der ultimativen Waffe Torpedo ausgestattet – nicht eröffneten.

    Operative Fähigkeiten und Vorzüge
    Das Flugkörpersystem IDAS ist ursprünglich für die Selbstverteidigung von U-Booten gegen Ujagdhubschrauber konzipiert. Für seinen Einsatz muss das U-Boot nicht auftauchen, sondern kann in sicherer Tiefe bleiben. Eine solche Waffe existiert zurzeit weltweit nicht. Sie wird den Schutz eines U-Bootes und seiner Besatzung alleine durch ihr Abschreckungspotenzial entscheidend verbessern.

    Des Weiteren kann IDAS aber auch gegen Seeziele und küstennahe Landziele eingesetzt werden. Das macht ihn zu einem Mehrzweck-Flugkörper, der dem U-Boot ein zukunftsorientiertes Fähigkeitsspektrum verleiht.

    Nach seinem Ausstoß aus dem Waffenrohr bleibt der Flugkörper während seines gesamten Fluges dank einer Glasfaserverbindung durch den Bediener kontrollierbar. Bis kurz vor dem Einschlag kann das Ziel gewechselt, der Zielpunkt korrigiert oder die Mission abgebrochen werden. So ist die Bekämpfung von militärischen und asymmetrischen Bedrohungen bei gleichzeitiger Schonung unbeteiligter Menschen möglich. Durch den relativ kleinen Gefechtskopf – in Verbindung mit der hohen Präzision des Suchkopfes und der Zielanflugkontrolle – wird der Umfang der Zerstörungen begrenzt. Dennoch wird die gewünschte Wirkung sicher erreicht.

    Für viele Bedrohungsszenarien ist IDAS – verglichen mit Torpedos und schweren Flugkörpern – oft das operativ gebotene und wesentlich kostengünstigere Einsatzmittel.
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