Der lichtwellenleitergeführte U-Boot-Lenkflugkörper IDAS (Interactive Defence and Attack system for Submarines) wurde am 29. Mai 2008 vom Deutschen U-Boot U33 der modernsten U-Bootklasse 212A erfolgreich zu einem Testflug in der westlichen Ostsee gestartet. Nachdem das Inertialsystem des Flugkörpers mit Hilfe der Navigationsanlage des U-Bootes justiert worden war, wurde der Flugkörper aus einem Torpedorohr ausgestoßen. Noch unter Wasser entfaltete er seine Flügel und Ruder und zündete sein Triebwerk, um nach einigen Sekunden die Wasseroberfläche zu durchstoßen, auf eine vorgegebene Höhe aufzusteigen und in einen kontrollierten Flugzustand überzugehen. Anders als im operativen Einsatz wurde der Test in einem kontrollierten Gleitflug beendet. Während der gesamten Flugdauer wurden mit Hilfe des Lichtwellenleiters Daten und Bilder einer Videokamera an das U-Boot übertragen.
Mit diesem Testschuss wurde nachgewiesen, dass IDAS von einem getaucht fahrenden U-Boot eingesetzt werden kann. Alle mechanischen Schnittstellen erwiesen sich als zuverlässig, der Datenverkehr mittels Lichtwellenleiter zwischen U-Boot und Flugkörper funktionierte.
Hochrangige Marineoffiziere aus mehreren interessierten Ländern nahmen als Beobachter auf einem Begleitschiff an dem Ereignis teil und zollten der Deutschen Marine und den beteiligten Dienststellen und Industriefirmen Anerkennung.
Mit diesem erfolgreichen Testflug hat die ARGE IDAS (bestehend aus Diehl BGT Defence, Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW) und Kongsberg) gemeinsam mit der Deutschen Marine und dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) einen weiteren wichtigen Meilenstein in diesem innovativen Flugkörperprogramm erfüllt - rund neun Monate früher als vertraglich vorgesehen.
Die nächsten Schritte werden die Erstellung der noch ausstehenden Phasenpapiere und die Initialisierung des internationalen Entwicklungsprogramms sein.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

