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    Europäischer Radardemonstrator AMSAR besteht Abnahmetests in Deutschland

    EADS Deutschland GmbH
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    Beschreibung

    • Deutschland, Frankreich und Großbritannien arbeiten gemeinsam an Radartechnologie der Zukunft
    • Neue Einsatzmöglichkeiten für Kampfflugzeuge
    Ulm, 23. März 2007 - Die neue Active Array-Radartechnologie hat ihre Leistungsfähigkeit bei erfolgreichen Abnahmetests eines Demonstratorsystems bei EADS Defence Electronics in Ulm unter Beweis gestellt. Der Radartechnologie-demonstrator wurde im Rahmen des trinationalen AMSAR-Programms (AMSAR = Airborne Multirole Solid-state Active Array Radar) von einem aus SELEX, Thales und EADS bestehenden Konsortium entwickelt, das nach ihren jeweiligen Vorgängerunternehmen GTDAR benannt worden ist (GTDAR = GEC-Thomson-DASA Airborne Radar).
    Dieser Erfolg ist ein bedeutender Meilenstein in der Entwicklung des AMSAR-Demonstrators. AMSAR ist ein seit 1993 laufendes gemeinsames Technologieprogramm von Deutschland, Frankreich und Großbritannien, im Rahmen dessen die Radartechnologie der nächsten Generation mit der Bezeichnung Active Electronically Scanned Array (AESA) entwickelt wird. Das AMSAR-Programm befasst sich mit der Senkung der mit der neuen Technologie verbundenen Risiken vor einem potenziellen Einsatz in Kampfflugzeugen, wie z.B. dem Eurofighter und der Rafale. Die neue AESA-Technologie entwickelt sich weltweit zum Standard für die Ausrüstung von Kampfflugzeugen und gewährleistet im Einsatz einen noch höheren Grad an Zuverlässigkeit und erweiterte Leistungen.

    Drei Jahre nach Beginn der Konzeptions- und Bewertungsphase stellt die Abnahme des AESA-Demonstrators nun einen weiteren Schritt zur Demonstration dieser zusätzlichen Leistungen dar, die von einer Bordradarantenne der nächsten Generation erwartet werden. Der aus 1.000 Sender-/Empfänger-Modulen bestehende AESA-Demonstrator unterstützt verschiedene Kanäle zur Veränderung des Radarstrahls (Adaptive Beam Forming - ABF). Alle vorgenommenen Testmessungen zeigten, dass die AESA-Technologie die an sie aufgrund theoretisch kalkulierter Werte gestellten Erwartungen sogar übertrifft.

    Als nächster Schritt im AMSAR-Programm wird der Demonstrator an einen Mehrkanalempfänger und Signal-/Datenprozessor angebunden. Das AMSAR-Gesamtsystem wird in Einrichtungen des französischen Verteidigungsministeriums Bodentests unterzogen und anschließend in der zweiten Jahreshälfte 2007 in einem angepassten Flugzeug des Typs BAC 1-11 der QinetiQ-Forschungseinrichtung in Boscombe Down/Großbritannien im Flug getestet.

    Die Konsortialpartner von GTDAR sind zuversichtlich, dass künftige Bordradarsysteme auf Basis der Active Array-Technologie im Vergleich zu den heutigen Radaren erhebliche funktionale Vorteile sowie höhere Leistungen und eine größere Zuverlässigkeit zu überschaubaren Preisen bieten werden. Die zentralen Einsatzvorteile, die sich aus diesen funktionalen Fähigkeiten ergeben, sind:
    • Erhöhte Zielverfolgungsreichweite
    • Verbesserte Störfestigkeit
    • Bessere Detektion von zeitweiligen Zielen
    • Genauere Detektion von langsamen Bodenzielen
    • Niedrigere Lebenszykluskosten
    • erhöhte Zielverfolgungsstabilität
    Bernhard Gerwert, Leiter von EADS Defence Electronics, erklärte: "Dank dieser internationalen Zusammenarbeit haben die Investitionen von Regierungen und Industrie in das AMSAR-Programm zu einer deutlichen Senkung des mit dem Einsatz der AESA-Radartechnologie in Europa verbundenen Risikos geführt."


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