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Beispielhafte Objekte aus dem Center
  • Marineschiffbau in Deutschland – quo vadis, Dokument, Werner Lundt, MarineForum
  • "Interkulturellen Aspekte des Dienstes und Einsatzes deutscher Marinen im Ausland", Dokument, Axel Schimpf, Deutsche Marine
  • Status quo der Marine? - Stand der Neuorientierung der Bundeswehr und unserer Marine, Dokument, Heinrich Lange, Deutsche Marine
  • Mehrzweckkampfschiff MKS 180 - Das zukünftige "Schweizer Armeemesser" Der Deutschen Marine, Dokument, Christian Peters, MarineForum
  • Deutsche U-Boote, Dokument, MarineForum
  • Die MEKO D Fregatte von Blohm+Voss, Dokument, Blohm+Voss GmbH
  • Dritter Einsatzgruppenversorger Klasse 702 ‑ Das Schiff und dessen Weiterentwicklung, Dokument, MarineForum
  • F124 in der maritimen Verbandsflugabwehr - Einsatz in der teilstreitkraftgemeinsamen Luftverteidigung, Dokument, Norbert Bäumel, MarineForum
 
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  • Wolfgang Reppin
    Frage von Dr. Med. Wolfgang Reppin zu Status quo der Marine? - Stand der Neuorientierung der Bundeswehr und unserer Marine | 7.5.2012, 7:36:20 Status quo der Marine?

    Die Ausführungen von Herrn Konteradmiral Lange erscheinen schlüssig und ermutigend, wenn man die Zukunft der Deutschen Marine so betrachtet. Ich möchte – angesichts der knappen Finanzlage – beispielhaft nur einen kritischen Gedanken zur Beschaffungspolitik äußern: Warum geben wir so viel Geld für die... mehr

    Die Ausführungen von Herrn Konteradmiral Lange erscheinen schlüssig und ermutigend, wenn man die Zukunft der Deutschen Marine so betrachtet.

    Ich möchte – angesichts der knappen Finanzlage – beispielhaft nur einen kritischen Gedanken zur Beschaffungspolitik äußern:

    Warum geben wir so viel Geld für die Fregatte F 125 aus, obwohl sie als Plattform schlechter ausgerüstet – und damit weniger universell einsetzbar - ist als die zu ersetzenden F 122. Der Vorteil der langen Einsatzdauer liegt zwar auf der Hand, hingegen ist die Ausrüstung (fast) nur zur Bekämpfung von Piraten geeignet. Das Schiff hat weder eine wirksame U-Boot-Jagdkapazität noch einen Schutz gegen  aggressive Luftbedrohung.  Zwar befindet sich RAM und das MLG 27 an Bord. Die einzigen Effektoren, die ein Schiff dieser Größe verlangen, sind lediglich die MK 127mm, Harpoon-FK ( RBS 14/3 ist nicht vorgesehen) und die 2 Hubschrauber. Der Platzbedarf für ca. 50 eingeschiffte Kräfte und 4 RIB’s ist vorhanden. Vergleicht man aber die F 125 mit der Ivar- Huitfeldt-Klasse fällt sofort auf, dass die dänische Fregatte bei fast gleicher Größe und deutlich geringeren Kosten mehr kann: Die dänische Fregatte bietet mehr eingeschifften Kräften Platz, hat eine ausbaufähige effektivere Luftabwehr (VLS), besitzt eine U-Abwehrkomponente und ist – trotz konventionellem Antrieb – sogar noch etwas schneller. Auch die  geforderten 4 Speedboote ließen sich hier integrieren.  Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die F 125 als Industrie-designe zeigen soll, was technisch heute machbar ist (Antrieb). Diese Option ist – auf Grund vieler Neuentwicklungen- teuer und mit technischen Risiken behaftet. Ob die Fregatte F 125 militärisch sinnvoll ist, muss hinterfragt werden. Nicht ohne Grund muss die Deutsche Marine das Projekt MKS 180 verfolgen; Schiffe, die die fehlenden Leistungen der F 125 auffangen könnten.

    Zur Kontrolle von Seewegen (Piratenjagd) genügt eine Plattform, die den Hubschraubereinsatz und den Boardingeinsatz bei ausreichender elektronischer Seeraumüberwachung ermöglicht. Ein konventionelles – umgebautes - Containerschiff  wäre fast ausreichend. Der ermutigende Einsatz der Kl. 702 vor Somalia hat gezeigt, dass es nicht immer High-Tech-Schiffe sein müssen, um Überwachungsaufgaben mit Hubschraubereinsätzen und Boardingeinsätze effektvoll durchzuführen.
    Mir ist klar, dass meine Ansicht Widerspruch auslösen wird!

  • Hermann Bliss
    Antwort von Hermann Bliss, German Maritim Competence Network zu Ziele der DMKN von Dr. Winfried Felser | 13.1.2012, 9:39:26 RE:Welche Ziele haben Sie sich gestellt?

    Auch für das Networking gilt der Grundsatz, dass nichts so beständig ist wie der Wandel. Dies gilt insbesondere  für die Veränderungen in der maritimen Wirtschaft, wo die deutschen Wettbewerber sich sowohl mit den globalen Überkapazitäten als auch mit ungleichen Preisbedingungen der fernöstlichen Konkurrenz auseinander... mehr

    Auch für das Networking gilt der Grundsatz, dass nichts so beständig ist wie der Wandel. Dies gilt insbesondere  für die Veränderungen in der maritimen Wirtschaft, wo die deutschen Wettbewerber sich sowohl mit den globalen Überkapazitäten als auch mit ungleichen Preisbedingungen der fernöstlichen Konkurrenz auseinander zu setzten haben. Zudem verändert sich der Markt, speziell der Marineschiffbau, natürlich in Abhängigkeit von der deutlich eingeschränkten Bedarfssituation der Deutschen Marine. Keiner unserer Partner kann hier nur näherungsweise von einer zufriedenstellenden Auslastung sprechen. Von daher richtet sich der Focus auf die EU als Ganzes, so dass sich das DMKN auch sprachlich international verständlich machen muss.
    Eine ganz erfreuliche wie auch dynamische Entwicklung findet auf dem Offshore Sektor in der Windenergiegewinnung statt. Hier kommt es darauf an, auch diese Branche  verstärkt für das DMKN zu erschließen, zumal der Spezialschiffbau in Deutschland von dieser Entwicklung deutlich profitiert. Bis zum Jahr 2030 sollen Windparks mit einer Leistung von 25000 Megawatt vor Deutschlands Küsten errichtet werden, was ca. 5000 Einzelanlagen entspricht.
    Nicht zu vergessen der Tiefseebergbau, der zwar noch in den Anfängen steckt, wo Deutschland jedoch bereits heute in der Technologieentwicklung eine führende Position einnimmt. Auch hier sehe ich durchaus neue Handlungsfelder für das DMKN.

  • Hermann Bliss
    Antwort von Hermann Bliss, German Maritim Competence Network zu Situation der maritimen Wirtschaft von Dr. Winfried Felser | 13.1.2012, 9:39:15 RE:Wie beurteilen Sie die augenblickliche Situation der maritimen Wirtschaft in Deutschland?

    Auch in der gegenwärtig durch die Finanz- und Schuldenkrise geprägten Situation bleibt die maritime Abhängigkeit Deutschlands ein bestimmendes Element unserer wirtschaftlichen Prosperität sowie unserer  zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten. Rohstoffe bilden eine unverzichtbare Grundlage des Lebens in modernen... mehr

    Auch in der gegenwärtig durch die Finanz- und Schuldenkrise geprägten Situation bleibt die maritime Abhängigkeit Deutschlands ein bestimmendes Element unserer wirtschaftlichen Prosperität sowie unserer  zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten.
    Rohstoffe bilden eine unverzichtbare Grundlage des Lebens in modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Ozeane und Meere bergen natürliche Grundlagen für die Versorgung und Ernährung der Menschen an der Küste und im Binnenland. Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung sind die zentralen Ziele
    einer zukunftssicheren Energie- und auch Rohstoffpolitik. Schifffahrt, maritime Wirtschaft, Offshore- und Meerestechnik, Energie, Fischerei und Schutz der Meeresumwelt sind die Kernbereiche einer integrierten Meeres- und Wirtschaftspolitik.
    Die Bedeutung des Wirtschaftszweigs erschließt sich natürlich über Beschäftigungszahlen und Umsatz. Nahezu 400 000 Menschen sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt, dessen Jahresumsatz bei über 50 Mrd. € liegt.
    Mit anderen Worten: Das Meer und die maritime Wirtschaft sind von herausragender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Technologie-, Produktions- und Logistikstandort und als Eckfeiler für unsere führende Position im Export.

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