NAV53-SITZUNG Im Auftrag des Schiffssicherheitsausschusses (MSC) der IMO entwickelt der Unterausschuss „Safety of Navigation“ (NAV) eine sogenannte „e-Navigation“ Strategie. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine neue Qualität des Zusammenwirkens moderner Navigationsgeräte, sondern auch anderer Informationsquellen in technischer und operationeller Hinsicht.
Das Koppeln des Buchstabens „e“ an ein allgemein bekanntes englisches Substantiv mittels eines Bindestriches, z.B. „e-mail”, „e-commerce”, „e-government” usw., wirkt offenbar inspirierend. Ein entsprechend lautes internationales Echo fand die vom damaligen britischen Transportminister, Stephen Ladyman, im Frühjahr 2005 gestartete Initiative „e-Navigation“, die zunächst nur auf die intelligente Verwertung der von AIS gelieferten Informationen gerichtet war. Bereits im Oktober 2005 fand ein erstes Treffen hochrangiger Vertreter europäischer nationaler Schifffahrtsverwaltungen sowie internationaler staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen in London statt, die sich an einer erweiterten Interpretation des Begriffes und daraus zu entwickelnder Aktivitäten für die verschiedenen Zweige des Seeverkehrs versuchten.
Quelle: Schiff & Hafen, Dezember 2007, S. 18 - 21
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