Piraterie wird zu einem globalen wirtschaftlichen Problem. Das International Maritime
Bureau (IMB) schätzt, dass in Folge der Piraterie in Somalia rund 1.200 „Arbeitsplätze“
entstanden sind. Die menschlichen Tragödien sind die eine Seite des Übels. Auf der
anderen Seite sind Reeder in Deutschland, der EU und der ganzen Welt zunehmend dem
Risiko ausgesetzt, ganze Schiffe zu verlieren und deutlich höhere Versicherungsbeiträge
zu bezahlen.
Frage 1: Reeder werfen der Politik vor, den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt zu haben und
daher das Problem bis heute nicht richtig anzugehen. Wie sehen Sie den Fortgang der
politischen Diskussion und Prozesse und welches sind aus Ihrer Sicht heute noch die
Hindernisse zu einer wirkungsvollen Bekämpfung der Piraterie?
Frage 2: Welche wirtschaftlichen Bedingungen begünstigen die Piraterie, wird dieses Problem
langfristig bestehen bleiben? Wie können diesen Bedingungen durch Politik verändert
werden?
Frage 3: Welche Rolle sollten europäische Länder hierbei spielen ‑ oder welche Rollen können sie
dabei gerade nicht erfüllen?
Frage 4: Welche Chancen entstehen aus der aktuellen, eher angespannten Lage? Wird es
international einen strukturellen und strategischen Wandel bei der Überwachung und
Sicherung der Meere geben?
Für welche Branchen könnte die Gefahr von Piraterie sogar einen positiven Einfluss
haben?
Quelle: DMKN
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