Die Werft Heinrich Buschmann & Söhne gehört zu den wenigen Schiffbaubetrieben im Hamburger Hafen, die heute auf eine über 100-jährige Familientradition zurückblicken können, die trotz aller Schicksalsschläge, die Hamburg und seinen Hafen in diesem Zeitraum getroffen haben, nicht abgerissen ist ‑ weder nach den vernichtenden Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg noch nach den schweren Überschwemmungen der Flutkatastrophe von 1962. Begründet wurde die Schiffbautradition vor nunmehr 125 Jahren, als am 21. Juni 1882 der damals 43 Jahre alte Johann Thomas Theodor Buschmann am Schanzengraben auf Steinwerder in der Nähe der damals gerade fünf Jahre alten Werft Blohm + Voss seinen eigenen Schiffbaubetrieb ansiedelte. Schon 1893 musste die Werft der Schaffung des Freihafens und der Expansion von Blohm + Voss weichen und wurde „Zum Ross“ am Köhlbrand umgesiedelt. Dort wurden hauptsächlich Hafenschuten gebaut und repariert sowie sogenannte Reisereparaturen an größeren Seeschiffen vorgenommen. Nachdem der Werftgründer am 19. Mai 1912 verstorben war, wurde der Betrieb nach einer Übergangsphase von den beiden Söhnen Theodor und Heinrich weitergeführt.
Das 50-jährige Bestehen 1932 fiel in eine wirtschaftlich schwere Zeit. Die Werft hatte keine Beschäftigung. Um den Augenschein zu wahren, wurde eine eigene Schute auf Slip genommen.
Quelle: Schiffbau Industrie 2/2007, S. 38-39
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