Mit dem Aufkommen der elektrischen Energie im 19. Jahrhundert wurden an vielen Flüssen Wasserkraftwerke errichtet. Weltweit produzieren diese derzeit 18 Prozent der elektrischen Energie.
Ein Land wie Norwegen deckt fast seinen kompletten Bedarf an Elektrizität durch Wasserkraft, in Brasilien sind es 80 Prozent. Nun richtet sich der Blick der Ingenieure auf eine bis dato ungenutzte Form der Wasserkraft: auf die gewaltigen Energiemengen, die in den Weltmeeren schlummern.
Favorisiert werden dabei unter den Pionieren der Meeresenergie fünf Anlagentypen, die sowohl die mechanische Energie (Gezeiten-, Wellen- und Strömungsturbinen) als auch die Wärmeenergie (Thermik) sowie jene aus den Unterschieden im Salzgehalt des Wassers (Osmose) nutzen. Die mechanische Verwertung der Meeresenergie funktioniert unmittelbar über die Wellen- oder Strömungsbewegung des Wassers bzw. mittels Luftströmungen, die sich durch in Hohlräumen einströmendes Wasser bilden. Dagegen werden bei der thermischen Nutzung Temperaturunterschiede zwischen der Wasseroberfläche und tieferen Strömungsprofilen genutzt.
Quelle: beautfort 6 3/2007, S. 4-5
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