Zum Auftakt der Hanse Sail Rostock trafen
sich zum sechsten Mal die »Sicherheits- und
Verteidigungspolitischen Fachleute« auf Einladung
der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung und
des Deutschen Marine Instituts in der Hansestadt,
um mit sachkundigen Vertretern aller
gesellschaftlich relevanten Gruppierungen die
Situation im »mare balticum« zu diskutieren.
Dem Thema waren Vorträge durch Flottillenadmiral
Klaus von Dambrowski, Stabsabteilungsleiter
Fü M III im Bundesministerium
der Verteidigung, Kapitän zur See Adam
Szulczewski, Chef des Institutes Führung der
Seestreitkräfte Polens, Kapitän zur See Henrik
Andersen, Chef des Stabes Admiral Danish
Fleet und Renate Holznagel, Vizepräsidentin
des Landtages Mecklenburg-Vorpommern
zugeordnet. Während Szulczewski den
Schwerpunkt auf den historischen Wandel
seit Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts
legte, verdeutlichte Andersen die
Kooperation am Beispiel eines Frachters auf
seiner Fahrt im Ostseeraum. Dabei wurde
deutlich, wie pragmatisch Dänemark vorgeht
und kaum Unterschiede zwischen äußerer
und innerer Sicherheit macht. Daher
ist es nicht verwunderlich, dass manche Diskussion
in Deutschland über dieses Thema
dort Kopfschütteln hervorruft. Frau Holznagel
wies auf die besonderen Kooperationsbedingungen
im Umweltschutz hin und
zeigte Erfolge aber auch noch notwendige
Kooperationsvertiefungen auf. Dabei lag ihr
Schwerpunkt auf den Anforderungen, die
sich aus dem neuen Grünbuch der Europäischen
Union ergeben werden.
In der anschließenden Diskussion, die wieder
von Brigadegeneral Dr. Klaus Wittmann,
Director Academic Planning and Policy
NATO-Defense-College in Rom, dezent moderiert
wurde, konzentrierte man sich leider
zu sehr auf die Fragen eines zu schaffenden
Seesicherheitsgesetzes. So wichtig dieses
Thema auch ist, die Fragen zukünftiger Kooperation
im Ostseebereich oder die Ausformung
deutscher Sicherheitspolitik blieben
leider zu sehr im Hintergrund.
Nachfolgend die Aussagen des Vertreters
Bundesministerium der Verteidigung, Führungsstab
Marine, Flottillenadmiral Klaus
von Dambrowski.
Quelle: MarineForum 10-2006, S. 3-8
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