Das Maritime Sicherheitskolloquium 2007 sieht Handlungsbedarf bei der Seesicherheit
Wir müssen uns fragen, wie wir die Sicherheit außerhalb und innerhalb der deutschen Hoheitsgewässer miteinander koordinieren«, sagte der Präsident des Deutschen Marine Instituts (DMI), Vizeadmiral a.D. Lutz Feldt, zu Beginn des 7. Maritimen Sicherheitskolloquiums in Rostock. Zahlreiche Experten und hochrangige Vertreter aus Politik, Militär und Wirtschaft nahmen am 8. August an der Fachtagung teil, die traditionell kurz vor der Rostocker Hanse Sail stattfand. Die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung und das Deutsche Marine Institut stellten als Veranstalter die internationale Zusammenarbeit bei der Sicherheit auf See innerhalb und außerhalb nationaler Hoheitsgewässer in den Mittelpunkt.
Besonders für die Deutsche Marine ist die Situation äußerst unbefriedigend. Dürfen terrorverdächtige Schiffe mit Kurs auf Deutschland innerhalb und außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer notfalls auch mit Gewalt durch Schiffe der Marine gestoppt und durchsucht werden? Wer ist in einem solchen Fall überhaupt zuständig, der Bund oder das entsprechende Bundesland, auf dessen Küste das verdächtige Schiff zusteuert oder gar ein anderer Staat, aus dessen Gewässern das Schiff kommt? Soll die Polizei, deren Boote über so gut wie keine Bewaffnung verfügen, besser bewaffnet werden, damit sie mit Gewalt eingreifen kann?
Diese und zahlreiche andere Fragen diskutierten die Teilnehmer mit den Referenten, zu denen auch Prof. Bo Huldt, Direktor für Strategische Studien an der Schwedischen Verteidigungsakademie, gehörte.
Quelle: MarineForum 10 2007, S. 3-5
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