Die Zeitschrift INTERNATIONALE POLITIK, Hausblatt der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und somit Forum für außenpolitisch bedeutende Debatten, widmet sich in seiner letzten Ausgabe einer Auseinadersetzung in Regierung, Opposition und beratender Wissenschaft um einen ständigen Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Auf der einen Seite vertritt dort der langjährige Direktor des Forschungsinstituts der DGAP, Prof. Dr. Karl Kaiser, den Standpunkt, Deutschland solle sich endlich seiner weltpolitischen Verantwortung stellen und sich dementsprechend als »Garantiemacht des Weltfriedens« stärker engagieren.Die Bundesrepublik solle sich als einer der größten Beitragzahler und Truppensteller um die Aufnahme als Ständiges Mitglied bemühen.
Auf der anderen Seite machen an gleicher Stelle die Politikwissenschaftler und Professoren der Universität Frankfurt am Main bzw. Greifswald, Dr. Gunther Hellmann und Dr.Reinhard Wolf, geltend, dass es Deutschland angesichts seiner sozioökonomischen Strukturkrise an Geld für außenpolitische Großprojekte fehle. Sie stellen die Nachteile der sich immer noch vertiefenden »Kluft zwischen überspannten Ambitionen und schrumpfenden Ressourcen«heraus und empfehlen unserem Land, sich seiner erfolgreichen Tradition zu besinnen und hinter den Kulissen zu vermitteln und zu integrieren.
-Befürworter: gleiche Augenhöhe mit den Veto-Mächten-Gegner: Erwartungen des Auslands wegen der deutschen Strukturkrise nicht erfüllbar
-Aus der Diskussion bislang ausgeblendet: Die erforderlichen Fähigkeiten der Bundeswehr
Quelle: Deutsches Marine Institut (DMI)
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