Mit zahlreichen Innovationen reagieren die europäschen Fährreedereien auf die veränderte Marktsituation, Energiepreise und Umweltschutzanforderungen. Trotz der inzwischen auch bei den Fährlinien angekommenen Wirtschaftskrise wird nach neuen Konzepten gesucht, um den Herausforderungen gerecht werden zu können.
Nicht nur wegen der Verkehrsrückgänge, sondern auch wegen weiterer Emissionslimitierungen für Ost- und Nordsee mit der nötigen Umstellung auf schwefelarmes Dieselöl als Brennstoff und den damit verbundenen Wettbewerbsverzerrungen sind die Aufträge für Fährschiff- Neubauten praktisch zum Stillstand gekommen. Hinzu kommt die Unsicherheit über künftige Grenzwerte z.B. für Kohlendioxid. Der in diesen beiden Gewässern bis 2015 weiter zu reduzierende Grenzwert auf 0,1 für den Schwefelgehalt von Schiffsdiesel bedeutet z.B. für die fi nnische Viking Line Mehrkosten von 60 Prozent, was ca. 30 Millionen Euro pro Jahr entspricht. Wie ihr Kommunikationschef Tuomas Nylund berichtet, untersucht die Reederei deshalb in fünf Arbeitsgruppen wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Technologien, die Brennstoff einsparen und Emissionen reduzieren können. Dabei geht es neben der Optmierung von Schiffslinien und alternativen Antrieben wie z.B. der Brennstoffzelle auch um Zusatzantriebe wie z.B. mit Solarzellen bestückte, computergesteuerte Segel als Zusatzantrieb.
Quelle: Schiff & Hafen | Juni 2009 | Nr. 6
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