Chinesische Hersteller haben die Produktion von Stückgutcontainern praktisch monopolisiert. Die Fertigungskapazitäten sind gut ausgebaut. Jetzt werden die Grundlagen geschaffen, auch den Markt für Tankcontainer für sich zu erobern.
Die Containerproduktion in China bricht alle Rekorde.
Anzeichen für eine Trendwende sind nicht in Sicht. Im Jahr
2004 wurden über 2,6 Mio. Stahlboxen produziert; drei
Jahre zuvor waren es erst 1,2 Mio. TEU. China dominiert
den Markt und beansprucht mittlerweile einen Marktanteil
von 95 Prozent. Die beiden führenden chinesischen
Hersteller bestreiten 80 Prozent der weltweiten Produktion.
China International Marine Containers (CIMC) produzierte
an mehreren Standorten im Jahr etwa zweidrittel aller
Boxen, während Singamas einen Ausstoß von unter einer
Million meldet. Die Wachstumsraten waren noch nie so
hoch. Die Umsetzung der bestehenden Expansionspläne
wird die Produktionskapazität chinesischer Hersteller von
Stückgutcontainern im kommenden Jahr nochmals um eine
Mio. TEU erweitern. Bis Mitte 2006 wird die weltweite
Gesamtkapazität auf die 5-Mio.-TEU-Marke zusteuern.
Derzeit beträgt das Gesamtvolumen aller im Umlauf
befindlichen Container etwa 15 Millionen.
Eine Sonderform des Containers ist der Tankcontainer.
Tankcontainer für den Transport flüssiger oder gasförmiger
Güter bestehen aus einer stabilen Rahmenkonstruktion mit
eingebautem Druckbehälter. Die Bedeutung dieses
Containertyps, von dem weltweit nur etwa 200.000 im
Einsatz sind, ist nicht vergleichbar mit der des Standardcontainers.
Dennoch hat er eine ähnlich lange
Geschichte. Die ersten Typen entstanden in den späten 60er
Jahren unmittelbar nach der Einführung des Standardcontainers.
Flüssiggüter werden seit 2.000 Jahren über
See transportiert. An den Transportmethoden hat sich in
diesem Zeitraum wenig geändert. Mit der Einführung von
genormten Tankcontainern konnten Flüssiggüter in den
kombinierten Verkehr integriert werden.
Quelle: Germanischer Lloyd nonstop (4/2005)
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