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So aktuell und nachgefragt wie eh und je: Nautik-Studium an der Hochschule Bremen

 
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"Absolventen werden aus der Hand gerissen" Verantwortliche plädieren für personelle und finanzielle Aufstockung

Dass ein über 200 Jahre altes Studienangebot topaktuell ist, kommt nicht gerade häufig vor. Der Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen im Seeverkehr" (oder kurz: Nautik) im Fachbereich Nautik und Internationale Wirtschaft an der Hochschule Bremen ist ein solch seltener Fall. Die Absolventinnen und Absolventen haben glänzende Berufsaussichten, sowohl auf See als auch an Land. So fehlen allein in Deutschland jedes Jahr etwa 700 bis 1.000 Absolventen aller nautischen Fakultäten, weltweit sind es über 30.000 Nautiker. Diese Entwicklung blieb nicht ohne Folgen für die Studierendenzahlen: Aktuell sind 239 Studierende immatrikuliert, davon 216 Männer und 23 Frauen. Allein 69 junge Menschen (58 Männer, elf Frauen) haben zum WS 2005/2006 ihr Nautik-Studium an der Hochschule Bremen aufgenommen.

Noch vor einem Jahr (WS 2004/2005) sahen die Werte für das Studium der Nautik an der Hochschule Bremen noch wie folgt aus: 189 insgesamt (173 Männer, 16 Frauen), Studienanfänger: 27. - Den stetigen Anstieg der Studierendenzahlen belegen die Werte der zurückliegenden Jahre (Werte für die immatrikulierten Studierenden immer zum Wintersemester): 1996/97 (86), 1997/98 (105), 1998/99 (123), 1999/2000 (145), 2000/01 (165), 2001/02 (162), 2002/03 (142), 2003/04 (162), 2004/05 (189).

Der Run auf die nautischen Studienplätze ist mit den hervorragenden Berufsaussichten zu erklären: Deutsche Reedereien haben in den letzten Jahren ein enormes Neubauprogramm aufgelegt, es besteht weiterer Bedarf an Nautikern. Außerdem ist ein zusätzlicher Engpass in den nächsten Jahren zu erwarten, da viele fahrende Kapitäne und Schiffsoffiziere in den Ruhestand treten. Auch im sekundären Arbeitsmarkt an Land (Reedereien, Lotsen, Versicherer, Schifffahrtsverwaltungen) gibt es bereits heute erheblichen Mangel, so dass auch in diesem Bereich viele Stellen nicht adäquat besetzt werden können.

Die Nautik-Absolventen und -Absolventinnen sind so begehrt, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes "aus der Hand gerissen" werden. Sie finden nicht nur sofort einen Arbeitsplatz an Bord, sondern werden auch dringend zum Beispiel für die bremische maritime Wirtschaft benötigt, die direkt oder indirekt ein Viertel aller Beschäftigten im Lande Bremen stellt.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieur im Seeverkehr kann auch dazu beitragen, Arbeitsplätze am Standort Bremen zu sichern. Konkretes Beispiel: Durch die Entwicklungsarbeit zwischen Rheinmetall Defence Electronic (RDE) und dem im Hochschul-Institut für maritime Simulation ist es RDE gelungen, die Auftragseingänge im Bereich der Simulatoren erheblich zu steigern. Dies bringt auch der regionalen Wirtschaft Impulse.


Quelle: Informationsdienste Wissenschaft
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