Hamburg ‑ das ist ein Superlativ. Dieser
Hafen ist zum zweitgrößten Umschlagplatz
in Europa avanciert und hat sich
zum wichtigsten europäischen Brückenkopf
in den pazifischen Raum, vor allem
von und nach China entwickelt. Der
Großteil des deutschen Außenhandels
‑ 95 Prozent der Transportleistung des
interkontinentalen und 30 Prozent des
europäischen Verkehrs der deutschen
Wirtschaft ‑ wird über Wasser transportiert.
Eine Störung der Handelsschiffahrt
würde verheerende Folgen
haben, sowohl für die deutsche als auch
für die weltweite Wirtschaft und die
Börsen.
So wird Sicherheit heute nicht mehr
nur in den Lagezentren der Militärs oder
der Politik diskutiert, sondern auch in
den Vorstandsetagen internationaler
Unternehmen. Sie besitzen und betreiben
den größten Teil der gefährdeten
Infrastruktur der westlichen Welt. Dabei
ist die terroristische Bedrohung zwar die
sichtbarste, aber beileibe nicht die einzige
Manifestation der Sicherheitsrisiken,
mit denen sich die Weltwirtschaft
auseinandersetzen muss. Neben dem
Schutz von Personen und materiellen
Werten beinhaltet dies auch die Aufrechterhaltung
des Geschäftsbetriebes
in jeder Art von Krise ‑ ob plötzlicher
Zinsanstieg, Epidemien oder terroristischen
Anschlägen.
Quelle: Wirtschaftsrat Deutschland, Ausgabe Dezember 2007, S. 23
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