Der Kurs der Marine ist gut und präzise abgesteckt. Die »Basis See« ist mehrheitlich verstanden und akzeptiert worden, der Schiffbauplan entspricht den Notwendigkeiten ‑ dennoch ziehen dunkle Wolken am Horizont auf. Sie versprechen schweres Wetter und sind von der Marine weder zu umschiffen noch allein abzuwettern. Es geht um das Personal oder vielmehr um das, was man in wenigen Jahren nicht mehr so wie gewohnt haben wird. »Geld kann man notfalls drucken, um die Frauen und Männer müssen wir ringen« sagt ein alter Fahrensmann von der Hardthöhe. Oder wie Flottillenadmiral Rolf Schmitz, der Stabsabteilungsleiter FüM I, es in seinem Vortrag vor der MOV formulierte: »Wir können nur mit denen tanzen, die im Saal sind«. Und die werden weniger. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung sinkt die Zahl der unter 20-jährigen von zzt. etwa 20 Prozent an der Bevölkerung auf 16 Prozent in den nächsten 20 Jahren und das bei einer ohnehin sinkenden Gesamtzahl der Einwohner Deutschlands. Hinzu kommt die fast dramatische Entwicklung in den neuen Bundesländern, wo sich der Bevölkerungsrückgang bei den 20-jährigen sowohl bei Frauen wie bei Männern schon in den nächsten 10 Jahren verdoppeln wird. Woher soll dann der doch so dringend benötigte Nachwuchs kommen? Und die Marine braucht ja nicht nur zahlenmäßige Personalergänzung sondern auch und gerade Eignungs- und Leistungsträger. Mangelnde körperliche Fitness und sinkendes Bildungsniveau verschärfen somit das Problem.
Quelle: MarineForum
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