Seit gut einem Jahr ist Dagmar Wöhrl Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft. Im Interview mit nonstop spricht sie über neue Chancen für Werften, Schifffahrt und Meerestechnik durch mehr Umweltschutz und maritime Zusammenarbeit in Europa
nonstop: Frau Wöhrl, welche globalen Trends sehen Sie für
die Zukunft der maritimen Wirtschaft und Industrie?
Dagmar Wöhrl: Mit der fortschreitenden Globalisierung wird
zweifellos die Bedeutung von Schiffbau, Schifffahrt und
Meerestechnik weiter zunehmen. Die Anforderungen an
Schiffstechnik und Logistik steigen. Die Öffentlichkeit verlangt
immer nachdrücklicher eine größere Schiffssicherheit
und einen besseren Umweltschutz auf allen Weltmeeren.
Darauf muss sich die maritime Wirtschaft einstellen.
Nach meiner Einschätzung haben sowohl die deutsche
Schiffbauindustrie als auch die Seeschifffahrt und nationale
Hafenwirtschaft das Potenzial, die Herausforderungen
erfolgreich zu meistern. Es wird darauf ankommen, mit innovativen
Systemlösungen rechtzeitig und schneller als die
Konkurrenz am Weltmarkt präsent zu sein.
Quelle: nonstop-Magazin 4/2007, S. 32-34
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