Kurz nach der Wiedervereinigung benötigten die neuen Bundesländer im Bereich des Ministeriums für Verkehr Lotsenboote. Der Bau und Betrieb dieser Boote wurde europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt ein Unternehmer, der auch im Wohnungsbau mit öffentlichen Einrichtungen tätig war. Unterstützt wurde er von Reedereien ‑ seinerzeit waren das Hapag Lloyd Transport & Service und die URAG. Diese Gruppe stellt seitdem im Auftrag der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord den Schiffsbetrieb für die Lotsen sicher. Dieses überschaubare Projekt läuft seit 1994 und wird heute als Public Private Partnership (PPP) bezeichnet.
Abeking & Rasmussen baut Marineeinheiten, Megajachten, Boote und Schiffe für Partner aus dem Öffentlichen Bereich. Diese Behördenfahrzeuge erfüllen auch hoheitliche Aufgaben. Angeregt durch das Beispiel von 1994, dessen Investitionsvolumen im einstelligen Millionenbereich lag, hat A&R auf pragmatischem Weg mit der Bundeslotsenkammer und der Lotsenbrüderschaft ELBE als dem zukünftigen Betreiber in der Zeit von 1994 bis 1996 ein neues Lotsensystem vorbereitet und entwickelt.
Quelle: MarineForum 06-2008, S. 8-10
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