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Beschreibung
Die Nordsee ist ein komplexes System, dessen Zustand und Zustandsänderungen natürlichen Prozessen und menschlichen Eingriffen unterworfen sind. Zu letzteren zählt die Beeinträchtigung des ökologischen Zustands durch Schad- und Nährstoffe, die bei den verschiedensten industriellen Aktivitäten der bevölkerungsreichen Anrainerstaaten anfallen und über belastete Fließgewässer und die Atmosphäre in die Nordsee eingetragen werden. Inzwischen zeichnet sich immer deutlicher ab, dass dieselben Aktivitäten nicht ohne Auswirkung auf Intensität und Verlaufsform der natürlichen Prozesse geblieben sind.
Beispielsweise wurde anhand von lokal bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Oberflächentemperaturanalysen nachgewiesen, dass sich im Nordseeraum seit mindestens 130 Jahren Kalt- und Warmperioden, die jeweils etwa 5 ‑ 15 Jahre andauerten, spontan ablösten. Diese natürlichen Regimes und Regimesprünge der Temperatur und entsprechende ursächliche Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation wurden als Mischmasch-Klima bezeichnet. Dass die gegenwärtige, seit 1988 andauernde, längste und wärmste Temperaturperiode seit Beginn der Messungen im Jahr 1873 den Einfluss der anthropogenen Klimaerwärmung anzeigt, lässt sich kaum noch bestreiten.
Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen nicht nur die Temperatur und temperaturabhängige Zustandsgrößen, sondern letztlich alle Systemvariablen der Nordsee, die vom Zustand der Atmosphäre abhängen. Zu den hier näher untersuchten Variablen zählen Wasserstand und Meereis; Regimeshifts und Klimawandel spiegeln sich jedoch auch in der Stärke der Primärproduktion, Artenzusammensetzung und Fischmigration wider.
Die »Wartung und Reparatur« von technischen Systemen wie Motorrädern oder biologischen Systemen wie dem Menschen setzen insbesondere ein ganzheitliches Verständnis des Systems, seiner Funktionalität und der ineinander verschränkten Prozesse beim Mechaniker oder Arzt voraus. Mit der gemeinsamen Darstellung des atmosphärischen, ozeanographischen und chemischen Zustands der Nordsee wird eine Integration der Ergebnisse aus den Teildisziplinen angestrebt, die auf ein verbessertes ganzheitliches Verständnis des Systems Nordsee abzielt. Dieses Verständnis ist Voraussetzung für eine nachhaltige Bewirtschaftung und wirksame Systemeingriffe zum Schutz der Meeresumwelt.
Die wichtigsten Ergebnisse zum Zustand der Nordsee im Jahr 2004 sind in den nachfolgendenAbschnitten zusammengefasst.
Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
Beispielsweise wurde anhand von lokal bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Oberflächentemperaturanalysen nachgewiesen, dass sich im Nordseeraum seit mindestens 130 Jahren Kalt- und Warmperioden, die jeweils etwa 5 ‑ 15 Jahre andauerten, spontan ablösten. Diese natürlichen Regimes und Regimesprünge der Temperatur und entsprechende ursächliche Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation wurden als Mischmasch-Klima bezeichnet. Dass die gegenwärtige, seit 1988 andauernde, längste und wärmste Temperaturperiode seit Beginn der Messungen im Jahr 1873 den Einfluss der anthropogenen Klimaerwärmung anzeigt, lässt sich kaum noch bestreiten.
Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen nicht nur die Temperatur und temperaturabhängige Zustandsgrößen, sondern letztlich alle Systemvariablen der Nordsee, die vom Zustand der Atmosphäre abhängen. Zu den hier näher untersuchten Variablen zählen Wasserstand und Meereis; Regimeshifts und Klimawandel spiegeln sich jedoch auch in der Stärke der Primärproduktion, Artenzusammensetzung und Fischmigration wider.
Die »Wartung und Reparatur« von technischen Systemen wie Motorrädern oder biologischen Systemen wie dem Menschen setzen insbesondere ein ganzheitliches Verständnis des Systems, seiner Funktionalität und der ineinander verschränkten Prozesse beim Mechaniker oder Arzt voraus. Mit der gemeinsamen Darstellung des atmosphärischen, ozeanographischen und chemischen Zustands der Nordsee wird eine Integration der Ergebnisse aus den Teildisziplinen angestrebt, die auf ein verbessertes ganzheitliches Verständnis des Systems Nordsee abzielt. Dieses Verständnis ist Voraussetzung für eine nachhaltige Bewirtschaftung und wirksame Systemeingriffe zum Schutz der Meeresumwelt.
Die wichtigsten Ergebnisse zum Zustand der Nordsee im Jahr 2004 sind in den nachfolgendenAbschnitten zusammengefasst.
Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
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