Die Ausstattung mit Sensoren, Führungseinrichtungen,
Kommunikationsmitteln
und Effektoren wird unter dem
Begriff »Missionssystem« zusammengefasst.
Erst ein Missionssystem verleiht dem
Kriegsschiff seine militärischen Fähigkeiten.
Es zeichnet sich durch ein breites Spektrum
verschiedener Untersysteme aus, die
zu einer funktionalen Gesamtheit integriert
werden. Durch das automatisierte Zusammenschalten
der Einzelsysteme zu Funktionsketten
werden dem Bediener in der
Operationszentrale Werkzeuge zur Verfügung
gestellt, mit denen er seine operationellen
Aufgaben ausführen kann. Der Kern
eines Missionssystems besteht aus den
Funktionsketten für die Luftverteidigung,
da deren strenge Anforderungen an das
Zeitverhalten und die Systemlast maßgebend
für die Auslegung des Gesamtsystems
sind. Die Komplexität eines Missionssystems
wird von der Art und Anzahl der verschiedenen
Untersysteme bestimmt. Dabei
ist es unerheblich, ob die jeweilige Plattform
für die Hohe See (Fregatte) oder Küstengewässer
(Schnellboot) ausgelegt ist.
Mit ihren zum Teil futuristischen Erscheinungsformen
täuschen moderne Kriegsschiffe
häufig darüber hinweg, dass sich die
schiffbauliche Grundauslegung in den letzten
Jahrzehnten nicht wesentlich verändert
hat. Die meisten Kriegsschiffe sind nach wie
vor Einrumpf-Verdränger aus Stahl mit Dieselmotoren,
Gasturbinen und Schraubenantrieb.
Im Gegensatz dazu hat der technische
Fortschritt bei den Waffen und Führungssystemen
tatsächlich zu einer nachhaltigen
Evolution der Marinesystemtechnik geführt.
Ziel dieses Artikels ist es, ausgewählte Trends
und Innovationen aufzuzeigen, anhand
derer der Umfang dieser Veränderungen
deutlich wird.
Quelle: MARINEFORUM 4-2009
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