Der internationale Markt für Meeresforschungs- und Überwachungstechnik mit einem aktuellen Marktvolumen von 8 bis 10 Mrd. € ist sehr stark geprägt durch große Forschungsinstitute und staatliche Behörden als Endkunden sowie nationale und internationale Forschungsprogramme der Meeresforschung. Deutschland verfügt über eine Reihe international führender Meeresforschungsinstitute und ‑ Institutionen, die speziell in Bereichen Polar- und Tiefseeforschung, Meeresgeologie und Erschließung neuer Energiequellen (z.B. Gashydrate), Meeresbiologie und Meeresüberwachung aktiv sind. Dazu zählt auch der erfolgreiche Aufbau eines Messnetzes zur Überwachung der deutschen Nord- und Ostsee, das vom Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie betrieben wird.
Zur Meeresforschungstechnik wird eine breite Palette von Komponenten, Systemen und Dienstleistungen für die Messung und Überwachung von allen meeresrelevanten Daten gerechnet. Dazu zählen sowohl Einzelkomponenten als auch komplexe Systeme wie langzeitstabile chemische und biologische Sensoren, Oberflächenmeßsysteme, wartungsfreie Unterwasserstationen, ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge und Driftkörper. Ebenso zählen hierzu marine Simulationsmodelle, Vorhersage- und Expertensysteme. Technologisch anspruchsvoll ist der Einsatz drahtloser und energiesparender Datenübertragungstechnik, einschließlich der Satellitenkommunikation, mit nachfolgender Datenerfassung, -aufbereitung, ‑auswertung und das Zuschneiden dieser Informationen auf individuelle Bedürfnisse der Anwender in Form von Produkten und Dienstleistungen sowie als Systemkomponenten.
Der nationale Markt ist weitgehend begrenzt auf den Bedarf von Behörden und Forschungsinstituten und damit auf relativ geringe Stückzahlen. Der internationale Markt ist dagegen erheblich größer und aufnahmefähig für technologisch anspruchsvolle Produkte. Im Rahmen weltweit geplanter und regionaler Meeresüberwachungsprogramme sowie beim integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM) werden einsatzspezifische Meßgeräte und Geräteträgersysteme entwickelt, die sich im Dauereinsatz bewähren müssen.
International zählen insbesondere auch Schwellenländer und solche, die im Rahmen der Erweiterung der Wirtschaftszonen verpflichtet sind, hydrographische Bestandsaufnahmen ihrer Küstenregionen und Wirtschaftzonen durchzuführen, als potentielle Abnehmer für Meeresforschungstechnik.Quelle: Strategiepapier zur Förderung der Meerestechnik der GMT
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